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Presse

VieVinum Cross-Mentoring – Das erste große Treffen

Es herrscht bereits reger Austausch zwischen den Mentees der Gerd A. Hoffmann-Akademie und deren Mentorinnen und Mentoren. Nun lud VieVinum-Organisatorin Mag. Alexandra Graski-Hoffmann zum großen gemeinsamen Kennenlernen in das Restaurant Hansen Börse ein, bei dem erste Eindrücke und Ergebnisse präsentiert wurden.

Die Stimmung war gelöst und die Freude aller Beteiligten spürbar, ein Teil dieses Projekts zu sein. Dem Ruf zu diesem Treffen folgten unter anderem Eva Pölzl (ORF Moderatorin), Michaela Reitterer (Boutiquehotel Stadthalle), die Gastronomen Lilli & Joachim Gradwohl sowie Veronika Doppler und Leo Doppler, Dr. Erwin Pröll (NÖ Landeshauptmann a.D.) sowie Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager als Schirmherr. Dieser wies in seiner Begrüßungsrede auf die Besonderheit der Gerd A. Hoffmann-Akademie hin, dass junge Winzerinnen und Winzer als Mentees Kontakt zu bedeutenden Persönlichkeiten aus der Wirtschaft bekommen, während die Mentorinnen und Mentoren im Gegenzug einen tieferen Einblick in die Weinbranche erhalten. „Dadurch wird sichtbar, dass die Weinbranche mitten in der Gesellschaft stattfindet und etwas ist, worauf wir stolz sein können.“

Große Zukunft

„Mein erster Eindruck von meinem Mentee war: ein sehr selbstbewusster junger Winzer, der mit beiden Beinen am Boden steht und meines Erachtens eine große Zukunft vor sich hat“, so lauteten etwa die anerkennenden Worte von Landeshauptmann a.D. Dr. Erwin Pröll über seinen Mentee Matthias Reckendorfer. Die beiden Herren bilden eines von 24 „Tandems“ und sind mit viel Freude und Neugierde dabei, in die Welt des jeweils anderen einzutauchen und voneinander zu lernen.

In Kontakt bleiben

Natürlich sind vor allem die jungen Winzerinnen und Winzer gefordert, Ziele und Erwartungen an die ihnen zur Seite gestellten Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft zu formulieren. Diese sind durchaus konkret und reichen von „wie kann ich Chancen im Tourismus ideal nützen“ über „ich möchte meine Verhandlungstechniken mit Vertriebspartnern verbessern“ bis hin zu „in welchen Bereichen des Weinguts lässt sich die Digitalisierung optimieren“ oder „mit welchen Maßnahmen kann ich dem Klimawandel besser entgegenwirken“. Welch gute „Matches“ die jungen Winzerinnen und Winzer mit den ihnen zur Seite gestellten Mentorinnen und Mentoren bilden, zeigt sich auch daran, dass schon jetzt alle den Wunsch äußerten, nach dem offiziellen VieVinum-Mentoring-Programm in Kontakt zu bleiben.

Ort der Begegnung

VieVinum-Organisatorin Mag. Alexandra Graski-Hoffmann ist es ein Anliegen, mit diesem Programm einen Ort der Begegnung zu schaffen: „Ich wünsche mir, dass mit diesem Schritt unsere Gemeinschaft gestärkt wird, sich Visionen für alle Teilnehmenden zeigen und wir mit neuer Kraft und Zuversicht in die nächsten VieVinum-Jahre gehen.“

Während die Tandems nun weiter an ihren Zielen arbeiten und das eine oder andere Projekt vor sich haben, werden kurz vor der VieVinum in einer gemeinsamen Präsentation die finalen Ergebnisse reflektiert.

MENTORING-TEAMS

WinzerIn & MentorIn

Michael Bauer & Josef Floh, Gastwirtschaft Der Floh
Katharina Baumgartner & Eva Pölzl, ORF Moderatorin
Georg Dujmovits & Bert Copar, Unternehmensberater
Anna Faber & Mag.a Alexandra Graski-Hoffmann, VieVinum-Organisatorin
Bernhard Fischer  & Lilli & Joachim Gradwohl, Lilli & Jojo Das kleine Wirtshaus
Gerald Freinbichler & Michael Krammer, Unternehmer, Ventocom
Simon Gattinger & Mag. Thomas Neusiedler, CEO Helvetia Österreich
Johann Gisperg & Markus Ertler, Investor und CBA, Certified Business Angel
Alois Gollenz & Silvia Berghofer, Möbelwerkstätten Seliger
Gabriel Grassl & Dr. Harald Hauke, Vorstand AGR & ARAPlus
Andreas Gritsch & Jacqueline Pfeiffer, Star-Köchin
Alexander Herzinger & Mag. Sigi Menz, stv. Aufsichtsratsvorsitzender Ottakringer Getränke AG und Interessensvertreter
Johannes Hofbauer-Schmidt & Dr. Bernulf Bruckner, Weinexperte und Bankenberater
Friedrich Hutter & Dr.in Petra Stolba, Tourismus-Managerin
Franz Paul Jagschitz  &  Leo Doppler, Restaurant Hansen Börse
Julia Kroiss & Annemarie Foidl, Angereralm und Präsidentin Sommelier Union Austria
Helmut Lang &  Stefanie Herkner, Restaurant Zur Herknerin
Michael Liegenfeld & Michaela Reitterer, Boutiquehotel Stadthalle, Nachhaltigkeitsexpertin
Benita Lobner & Mag.a Manuela Krings-Fischer, Kringsalm       
Gregor Nimmervoll & Veronika Doppler, Restaurant Vestibül
Lisa Paschinger & Johannes Graski, Sportmanager
Viktoria Preiß & Dr.in Gabriela Straka, Mitglied der Geschäftsführung und  Sprecherin der Brauunion Österreich
Matthias Reckendorfer &  Dr. Erwin Pröll, Landeshauptmann a.D.
Thomas Schuster & Paul Ivic & André Drechsel, Tian Wien

 

 

45. ART&ANTIQUE Salzburger Residenz

9. April bis 18. April 2022

Drin ein Gefäß von wundertät’gem Segen, wird dort als höchstes Heiligtum bewacht“, singt Richard Wagners Schwanenritter Lohengrin in diesem Jahr im Großen Festspielhaus. Doch wer kann ihm schon auf die legendäre Burg Montsalvat zum Heiligen Gral folgen, außer vielleicht Indiana Jones?

Für jeden möglich und höchst empfohlen ist dagegen der Gang in die Salzburger Residenz. In ihren Prunkräumen zieht zu Ostern wieder die ART&ANTIQUE ein und macht sie zum Gefäß für die Schätze aus aller Welt.

2022 setzt die 45. ART&ANTIQUE nach ihrer Zwangspause wieder der kunstvollen Salzburger Osterzeit ein Licht auf, und lädt zu Salzburgs traditionsreichster und bedeutendster Messe für Kunst, Antiquitäten und Design.

Das ermöglicht eine Kunstreise durch die ganze Welt: Da grüßen alte chinesische Hofdamen, freuen sich diamantenbesetzte Goldküken aus New York auf Ostern, watscheln gläserne grüne Fantasievögel, aufgeblasen in Murano, in Vitrinen, verzaubern afrikanische Landschaften, wie sie Friedensreich Hundertwasser gesehen hat, werden pittoreske italienische Küstenstädtchen in warme Abendsonne getaucht, wartet das feinste Geflügel auf seine Köche in altmeisterlicher Antwerpner Küche, leuchtet die französische Riviera wild in allen Farben und glitzert Alfons Waldes Schnee noch einmal in der Tiroler Frühlingssonne.

Neben den vielen Stammaustellern kann sich das Publikum auf zwei ganz exzellente Salzburger Neuzugänge freuen: Ira Stehmann Fine Art aus München hat sich in den letzten 30 Jahren auf zeitgenössische Kunst und hier besonders auf Fotografie spezialisiert.

Dorothea Apovnik Kunsthandel Fine Art aus Wien setzt den Schwerpunkt ihres Angebots auf Gemälde vom 14. bis zum 19. Jahrhundert und bringt in die Residenz ideal passend ausgewählten Alten Meister mit.

Zahlreiche Sonderpräsentationen erlauben eine Vertiefung: Die Kunst des österreichischen Stimmungsimpressionisten Alfred Zoff mit seinen Meeres- und Küstenland­schaften ist bei der Galerie Martin Suppan zu erleben. In die Tiroler Bergwelt entführt Kunsthandel Freller mit seinen Schwerpunkten zur Kunst von Alfons Walde und Albin Egger Lienz. „Alles Marlene“ heißt es bei der Galerie Ruberl, wenn sich Irene Andessner in ihrem langjährigen Fotokunst-Projekt dem geheimnisvollen Filmstar Marlene Dietrich annähert. Brenske Gallery fokussiert und verschränkt in seiner Präsentation die Themen „Ikonen, Kunst und Musik“, während die Galerie Magnet aus Kärnten die Aufmerksamkeit auf die Kunst des berühmten Nötscher Kreises lenkt, mit für diese Künstlerbewegung typischen Werken von Sebastian Isepp, Franz Wiegele, Anton Kolig und Anton Mahringer.

Rundgang mit Highlights:

Wilde Zeiten, himmlisch und heidnisch

Salzburg liegt zu Ostern diesmal auch ein bisschen an der Schelde. Der Fluss fließt durch die Stadt Antwerpen, in der Wagners „Lohengrin“ die heurige Festspieloper spielt. Wir befinden uns dabei im 10. Jahrhundert. König Heinrich sammelt gerade ein Heer zusammen, um gegen die Ungarn zu ziehen. Mit Lohengrin, der aus Montsalvat, dem Palast der Gralshüter gekommen ist, prallt Christentum auf Heidentum. Letzteres verkörpert in Lohengrins Gegenspieler Friedrich von Telramund und seine Wodan und die alten Götter anrufenden Gattin Ortrud.

Galerie bei der Albertina ▪ Zetter: Türken vor Wien
Wien liegt an der Donau. 1529 herrschten auch hier kriegerische Zustände, als die Stadt von den Türken zum ersten Mal belagert wurde und das Christentum bedrängt wurde. Oskar Laske, der eine große Leidenschaft für großformatige, detailreiche Figurenszenen hatte, malte dieses Ereignis aus dem Herbst 1529 vier Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs. Ein Hauptwerk des Künstlers, ein faszinierendes Schauerlebnis, das die Galerie bei der Albertina ▪ Zetter in Salzburg präsentiert. Erstaunlich ist auch, dass die Komposition Oskar Laskes verblüffende Parallelen zu einem populären Kupferstich aufweist, der die Zweite Türkenbelagerung Wiens zeigt.

Kovacek Spiegelgasse Gemälde Glas: Mondberge in Uganda
In „wilden“, fernen Gegenden befand sich Friedensreich Hundertwasser, als er das Gemälde „Auf den Roten Straßen der Mondberge“ (Kovacek Spiegelgasse Gemälde Glas) im August 1967 in Afrika malte. Die sogenannten Mondberge liegen im Ruwenzori-Gebirge in Uganda, wo das Volk der Tooro lebt und Hundertwasser sich während seiner Reise längere Zeit aufhielt. Das Bild besticht durch eine besonders intensive Farbigkeit und Lebendigkeit. Hundertwasser berichtete über diese Reise: „... ich fuhr nach Fort Portal, an den Ruwenzori Bergen (The Mountains of the Moon) und malte dort einige Wochen lang in einem Zimmer eines Freudenhauses. Die Erde war rot. Mit ihr habe ich gemalt.“

W&K - Wienerroither & Kohlbacher: Meditation über Unvorstellbares
„Als alle Dinge in tiefem Schweigen lagen und die Nacht in der Mitte ihres Laufes war, da kam vom Himmel, vom königlichen Throne, O Herr, Dein allmächtiges Wort.” Meister Eckhart, der einflussreiche mittelalterliche Theologe und Philosoph, hat diesen Satz aus dem Buch der Weisheit (18, 14.15) übersetzt. Er spielt damit auf die Inkarnation an.
Max Weiler hat sich daran für seinen Zyklus „Als alle Dinge ...“ inspiriert. Allerdings nicht als Versuch, die sprachliche Sentenz zu illustrieren, sondern um mit malerischen Mitteln, quasi in Meditationsbildern, jenes namenlose, die Vorstellung sprengende Geheimnis zu vermitteln. W&K - Wienerroither & Kohlbacher zeigen daraus „DA“, 1961 Eitempera auf Leinwand, 155 x 115 cm.

Kolhammer & Mahringer Fine Arts: Geöffnete Himmel
„Tu devicto mortis aculeo, Aperuisti credentibus regna caelorum“ – „Du hast des Todes Stachel besiegt, den Gläubigen die Reiche der Himmel geöffnet“, singt der Chor flehentlich in Anton Bruckners „Te Deum“. Christian Thielemann und seine Staatskapelle und der Chor des Bayerischen Rundfunks führen dieses zutiefst ergreifende Stück in ihrer letzten Festspielsaison auf. Zum Innehalten lädt auch der expressiv eindrückliche, aus Spanien beziehungsweise wohl aus Katalonien stammende „Corpus Christi“, der um 1250 aus Laub- und Nadelholz gefertigt wurde und teils in originaler Fassung bei Kolhammer & Mahringer Fine Arts ausgestellt ist. Er ist 109,5 cm hoch und 98 cm breit.

Schöner Wohnen!

Nur noch 50 Tage, dann eröffnet die ART&ANTIQUE in der Residenz in Salzburg. Bis dahin bleibt ein wenig Zeit, um zu schauen, was an Schönem und Wertvollem die eigenen vier Wände schmücken könnte. Ein Spiegel, eine Vitrine für mehr kunstvolle Objekte, ein edler antiker Teppich oder eine Kommode, auf der die edelsten Furniere bezaubern?

Christian Eduard Franke: Edle Salonblüten
Wie man wertvolle Hölzer verarbeiten und veredeln kann, führt eine außergewöhnliche Louis-XV-Kommode aus Paris von François Lebesgue um 1760 vor. Geschmückt ist sie mit Bois de Rose und Mahagoni sowie zahlreichen teils kolorierten, brandschattierten und gravierten Edelhölzern, die Blütenzweige in Rahmungen aus Muscheln und geschuppten Bändern zeigen. Dazu kommen feuervergoldete Bronzeapplikationen und -zierkanten, obendrauf eine originale Brèche d‘Alep-Marmorplatte als Abdeckung. Unter der Platte ist das Stück, das Christian Eduard Franke anbietet, mit Schlagstempel signiert. Kurz: Dieses Möbel aus französischem Adelsbesitz entspricht höchsten Ansprüchen an ein höfisches Salonstück.

Kunsthandel Nikolaus Kolhammer: Elfenbein gespiegelt
Vier Medaillons aus geschnitztem Elfenbein, teils mit floralen Motiven, bilden den einzigen Dekor und lockern die geradlinige Einfachheit eines Spiegels auf, den Josef Hoffmann um 1935 entworfen hat. Ein seltenes Stück im Schaffen Hoffmanns, das gerade in einer großen Ausstellung im Wiener MAK gewürdigt wird. Der Entwurf wurde aus fein geschnitztem Nussholz von der Rahmenmanufaktur Max Welz gefertigt, die mit ihren Ausführungen auf höchstem handwerklichem Niveau den künstlerischen Vorstellungen Hoffmanns gerecht wurde (Kunsthandel Nikolaus Kolhammer).

Florian Kolhammer, art since the turn of the 20th century: Funktionales Schweben
Der Architekt, Designer und Theoretiker Josef Frank wurde 1885 in Österreich geboren. Bis 1920 arbeitete er für Projekte Josef Hoffmanns und für die Wiener Werkstätte, sowie später an der Werkbundausstellung und der Wiener Werkbundsiedlung mit. 1933 emigrierte er vor dem Naziregime nach Schweden, fand mit seinen Entwürfen großen Anklang und arbeitete über dreißig Jahre lang für die Firma Svenskt Tenn in Stockholm. Seine Bauten sind durch funktionalen Formen geprägt. Diesem Geist folgt auch eine 1946 für Svenskt Tenn entworfene Vitrine, die von vier kreiselartigen Füßen getragen, auf ihrem schlichten Korpus zu schweben scheint. Boden und Rückwand sind verspiegelt und bringen die darin aufbewahrten Schätze perfekt zur Geltung (Florian Kolhammer, art since the turn of the 20th century).

Bagherpur Knüpfwerke seit 1971: Geknüpfter Zwilling
Einen Hauch altes Persien bringt Teppichspezialist Bagherpur Knüpfwerke seit 1971 nach Salzburg: Mit einem besonderen Exemplar Teheran-Seide, 120 x 180 cm, das Mitte des 19. Jahrhunderts gefertigt wurde. Die Motive darauf stammen aus den unterschiedlichsten Regionen Irans, daher vermutet man, dass es sich um die Auftragsarbeit eines wohlhabenden Kaufmanns handelt. Geknüpft wurde der Teppich im Teheraner Gefängnis, wo man solche Aktivitäten damals als Eingliederungsmaßnahme verstand. Der Teppich ist der eine Teil eines Pärchens. Sein Zwilling befindet sich im Iranischen Teppichmuseum in Teheran.

Küken und Schnecken in Öl und Gold

Tiere haben zu Ostern Saison. Dabei muss es nicht immer nur der Hase sein. Denn in der aufblühenden Natur tummelt sich noch einige mehr. Wir schauen daher kunstvoll in die Landschaft, in den Himmel und sogar unter Wasser!

Kunsthandel Giese & Schweiger: Perlboote im Renaissancegewand
In die Tiefen des Meeres taucht man bei Kunsthandel Giese & Schweiger angesichts eines Stilllebens, Öl auf Holz, von Hugo Charlemont (1850-1939) ab: Es zeigt einen „Nautiluspokal, Blumen und Perlen“. 1882 hat es der aus Mähren gebürtige, an der Wiener Akademie und auch bei Hans Makart ausgebildete Hugo Charlemont gemalt. Für Nautiluspokale wurden seit der Renaissance die spiralenförmigen Schalen von auch poetisch „Perlboote“ genannten Meerestiere verwendet. Die Nautilus zählen zu der Gruppe der Kopffüßer und sind damit Verwandte der Tintenfische. Doch nur die an den Steilhängen der pazifischen Korallenriffe lebenden Perlboote besitzen eine Schale, die sie schützt und mit der sie auch ihren Auftrieb im Wasser regeln können.

Ulf Englich Inh. Franz Wagner: Fische mit Gefühl
Wenn man in den Nachthimmel blickt, trifft man auch auf Fische! Und alle, die zwischen 19. Februar und 20. März geboren sind, tun es unter dem Sternzeichen der „Fische“. Wer an die Sterne glaubt, darf sich dann zu den eher emotionalen Gemütern zählen. Denn rationales Denken gehört weniger zu den Stärken der „Fische“-Geborenen. Aber man muss geradezu emotional werden, angesichts der beiden herrlichen Fabel-Fische, die bei Ulf Englich Inh. Franz Wagner funkelnd in der Vitrine zappeln. Es handelt sich um einen antiken Brosche-Anhänger aus Gold, der mit Naturperle, Südseeperle, Rubinen, Smaragd und Diamant ganz besonders veredelt wurde.

Pintar Schmuck und Silber des 20. Jahrhunderts: Funkelndes Federvieh aus New York
Küken schlüpfen gerne aus Ostereiern. So es die Sterne wollen, wird es ein Hahn. Der findet sich unter den chinesischen Sternzeichen und hat besonders positive Eigenschaften zugeschrieben bekommen: Pünktlichkeit, Verlässlichkeit und Mut. Aber der Hahn ist auch ein sehr stolzes Wesen. Das nächste Jahr des Hahns ist übrigens 2029. Bis dahin ist das Küken in Form einer goldenen Brosche (Pintar Schmuck und Silber des 20. Jahrhunderts), geziert mit Rubinen und mit „Hammerman Brothers“ signiert, das in New York in den 1980er Jahren aus der Schale gesprungen ist, vielleicht schon zum stolzen Gockel geworden?

Galerie Française Gérard Schneider: Freies Schweben
Auch Georges Braque liebte Vögel. Insbesondere in seinen Arbeiten ab 1949 trifft man immer wieder auf sie. Mitunter als Beiwerk, oft aber auch als das zentrale Motiv. So wie in „Vol d’oiseaux“, dem „Vogelflug“, einer Gouache 29,8 x 59,8 cm groß, die 1954 datiert und der bulgarisch-französischen Kunsthistorikerin Dora Vallier gewidmet ist. Die Galerie Française Gérard Schneider stellt dieses Werk in der Residenz aus und der Betrachter kann sich imaginieren, wie die Vögel am Himmel über seinem Kopf hinwegziehen. Für Georges Braque besaßen die Tiere einen besonderen Zauber: Er verstand sie als Verkörperung des ewigen Wandels und der Überwindung des Raums.

Immer der Küste entlang

Sehnsuchtsort Meer. Der Wunsch, für ein paar Momente aus dem Alltag zu entkommen, Neues zu entdecken, in besondere Atmosphären einzutauchen, ist unstillbar. Die Kunst kann da inspirieren, solche Träume zumindest im Kopf wahr werden zu lassen. Wir bitten daher auf Reisen in die Fantasie und in die Welt. Mögen sie bald real werden!

Kunsthandel Runge: Sonne gegen Wintertag
Wenn die Sonne auf den Schnee scheint, freut sich der eine auf die Tiefschneeabfahrt, und die andere träumt längst schon von wärmeren Tagen, von Sonne, Strand, See und Meer. Um solche Gefühle zu evozieren ist Alfred Poell (1867-1929), ein Meister der Landschaft, der Richtige, wie sein „Sonniger Wintertag“, Öl auf Holz, von 1919 bei Kunsthandel Runge zeigt. Poell war ein Arztsohn aus Salzburg, studierte zunächst Medizin in Innsbruck, danach Malerei in München. 1896 zog er nach Linz, wo er als Frauenarzt praktizierte. 1913 trat er in die Wiener Secession ein. In Linz war er Gründungsmitglied der Künstlervereinigung „Der Ring“ und ein großer Förderer des Kulturlebens.

Kunsthandel Michael Kraut: Über Triest nach Kroatien
Auch Friedrich Eigner ist ein Salzburger, Jahrgang 1948. Auch er kam erst nach dem Studium der Philosophie zur Malerei. 1985 entdeckte ihn der legendäre Literat und Kritiker Hans Weigel und holte ihn 1985 nach Wien. Kunsthandel Michael Kraut widmet dem inzwischen in Italien ansässigen Künstler in Salzburg eine Sonderschau mit Arbeiten von der oberen Adria. Die Reise führt dabei von Venedig über Triest bis an die Ostküste von Istrien und der angrenzenden Kvarner Bucht. Jeder gelernte Österreicher macht ohnehin auf seinem Weg in den Süden nur allzu gerne Station im „Golf von Triest“, wie ihn Eigner 2021 gemalt hat.

Ira Stehmann Fine Art: Venedig im Regen
Ach Venedig! Wo heuer wieder die Kunstbiennale lockt. Aus dem Bestreben heraus, das wahre Gesicht Venedigs aufzuspüren, hat der 1961 in München geborene Fotograf Christopher Thomas Anfang 2010 Domizil in der Stadt genommen. In dem dabei geschaffenen Werkzyklus „Venedig, die Unsichtbare“, ein Konvolut von 100 Arbeiten, entführt er mit Stimmungsbildern in eine Stadt der Stille – menschenleer und ganz bei sich selbst. So erscheint die „Piazzetta San Marco I“, 2010, Pigment Print auf handgeschöpftem Büttenpapier, 135x103 cm, in einer Auflage von 7 plus 2 Artist Proofs, bei Neuausteller Ira Stehmann Fine Art, herrlich einsam, frei von Tauben und Touristen. Wie in längst vergangenen Tagen.

Kunsthandel Hieke: Südfrankreich aus Frauenhand
Richtung Westen geht es dann mit der Malerin Helene Funke, die bei Kunsthandel Hieke ihren bedeutenden Platz hat. Für eine Serie von südfranzösischen Motiven hat sich Funke zwischen 1906 und 1911 häufig an der südfranzösischen Mittelmeerküste aufgehalten und tat es damit ihren männlichen Kollegen Matisse, Signac und Derrain gleich. Das wunderbare Motiv, von Kunsthandel Hieke in Salzburg präsentiert, in Mischtechnik auf Papier 28 x 31 cm groß, ist um 1908/1910 entstanden. Funke ist schon hier ganz vom Fauvismus inspiriert und es gelingt ihr hervorragend, das helle Licht des Südens voller Farbintensität einzufangen.

Frauen und Weltfriede


Der März hat für Frauen seit 1911 besonderes Gewicht. In diesem Jahre wurde nämlich ein erster „Frauentag“ in Dänemark, Deutschland, Österreich-Ungarn und in der Schweiz gefeiert. Die Idee dazu stammte aus den USA. 1975 wurde dann zum ersten Mal der „Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden“ begangen. Dass solche Aktionstage Sinn machen, zeigt nicht nur der Blick in die aktuellen Nachrichten, sondern auch in die Kunstgeschichte, wo diverse Frauenbilder- und Schicksale warten.

ARTBLUE: Dienend in der Tang-Zeit
Im alten China gab es immer wieder mächtige Frauen, doch grundsätzlich war der Platz der chinesischen Weiblichkeit im Haushalt, um Mann und Familie zu (be)dienen. Das änderte sich erst mit Ende der Kaiserzeit 1911 und der folgenden Revolution. Die Tang-Dynastie (618 – 907 n. Chr.), aus der die bezaubernde Hofdame aus Terracotta bei ARTBLUE stammt, war eine Blütezeit von Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft. Spannend wäre es also zu fragen, wie es einer Dame am Hof in dieser Epoche grundsätzlich so ging?

Schauer: Unbefleckt nach Ägypten
Zur Berühmtheit hat es eine Frau aus Nazareth in Galiläa geschafft. Vor allem dank ihrer unbefleckten Empfängnis und der Geburt von Jesus Christus. Eine bekannte Episode aus der Zeit kurz nach der Geburt ist die „Flucht nach Ägypten“, die nötig wurde, um das Kind vor den Söhne mordenden Schergen des Herodes zu retten. Die Flucht gelang. Maria hielt dabei ihr Kind, am Esel reitend, im Arm. Es ist die Zeit, wo mit Josef noch ein Mann an ihrer Seite zu finden ist. Er führt den Esel bei Schauer in einer zauberhaften Darstellung des beliebten Themas, die um 1500, im Stil noch gotisch, aus Lindenholz geschnitzt wurde.

Dorothea Apovnik Kunsthandel Fine Art: Weiche Mutterschaft
Innig und intim hat der Bologneser Giovanni Francesco Barbieri, genannt Guercino, die Zuwendung von Maria zu ihrem Sohn dargestellt. Um 1621 malte er in Öl auf Leinwand, 63 x 52,5 cm groß, „Madonna und Kind“, mit dem sich Dorothea Apovnik Kunsthandel Fine Art in Salzburg erstmals präsentiert. Es ist ein Frühwerk, das in seinen Hell-Dunkel-Kontrasten an Caravaggio denken lässt, aber in der Weichheit der Konturen und Übergänge die venezianische Malerei nicht verleugnen kann. Laut Barockexperte Nicholas Turner handelt es sich hier um eine Skizze für das Gemälde aus der Sammlung Barbara und Eduard Beaucamp, das sich als Schenkung im Frankfurter Städel Museum befindet.

Kunsthaus Wiesinger: Strahlend, blühend, froh
Modern und klassisch zugleich dürfen drei Frauen aus Bronze ins Bad steigen. Der deutsche Bildhauer Robert Metzkes, Stammgast im Programm des Kunsthaus Wiesinger, greift damit ein uraltes Thema der Kunstgeschichte auf: Die Chariten aus der griechischen Mythologie, die als „Die drei Grazien“ Weltkarriere gemacht haben. Es sind die Töchter des Zeus und der Eurynome. Sie nennen sich die Frohsinnige (Euphrosyne), die Blühende (Thalia) und die Strahlende (Aglaia). Die Kunstgeschichte kennt sie vor allem nackt. Ein Frauenbild, das sich als Topos schon lange vor Metzkes in der Antike bei Botticelli, Cranach, Rubens, ja sogar bei Picasso, findet.

Naturnahe Kunstwerke


Was wäre Österreich ohne seine Landschaft, seine ländlichen Gegenden? Schon Julie Andrews tanzte im großen Salzburger Musical-Hit, „The Sound of Music“, frohlockend im Dirndl über grüne Almen. Die ganze Welt kommt gerne, um in den Bergen Skizufahren oder im Sommer Wandern zu gehen. Klare Luft, weiter Blick, Ruhe und das Erleben von Natur sorgen für Rückbesinnung, Einkehr und (Kunst)Inspiration.

Schütz Fine Art - Chinese Department: Das Leben malt sich
Klassische Natur: „The Classic of Mountains and Seas” beschwört die aus China stammende Malerin Li Hua in ihrem großformatigen Ölgemälde von 2018 bei Schütz Fine Art - Chinese Department. Ursprünglich, natürlich und emotional klingt auch, wie sie den Entstehungsprozess ihrer Kunst beschreibt: „Ich male kaum ein Bild, das bewusst von mir entworfen worden ist ... Ich lasse die Linien und die verschiedenen Farbflächen selber auf der Leinwand zusammenstoßen ... Die Vollendung eines Bildes ist auch ein Ereignis, in welches Gefühle, Erfahrungen und das Erleben von Zeit einfließen. All dies erinnert an das Leben und die fragmentarische Wirklichkeit selbst.“

Kunsthandel Freller: Bergwelten für Daheim
Kitzbühel ist wohl Österreichs bekanntester Skiort. Dabei ist es kein Dorf, sondern eine stolze Tiroler Stadt. Alfons Walde ist ihr großer, malender Sohn, der Kitzbühel in seiner Kunst weltweit begehrt verewigt hat. Kunsthandel Freller zeigt das in einer Sonderschau, an der Seite der Kunst seines Osttiroler Kollegen Albin Egger-Lienz. Die beiden Ausnahmetalente schafften es, den bäuerlichen und ländlichen Alltag und dessen Charaktere einzufangen und als Motiv zu erarbeiten. In „Einsamer Berghof“ von 1935 zeigt Walde die für ihn charakteristische schneebedeckt strahlende Tiroler Bergwelt in besonderer Lichtstimmung.

Lilly’s Contemporary Art Exclusive Antiques: Jedem seinen Altar
Zur rustikalen Andacht lädt man bei Lilly’s Contemporary Art Exclusive Antiques, wo sich ein frühbarocker Hausaltar mit seiner Tempelfrontarchitektur so prächtig macht, dass er wohl jedem Landhaus zur heiligen Zierde gereichen würde. Erstaunlich ist das außergewöhnlich reiche Figurenprogramm des polychrom gefassten und blattvergoldeten Hausaltars aus der Zeit um 1700: In der zentralen Nische steht eine Skulptur des hl. Jakobus. Links sieht man unter anderem den hl. Joseph mit Christuskind. Auf dem Gebälk sind links der Erzengel Michael und rechts wohl der hl. Jodokus angebracht. Zwei stehende Engel weisen auf die Aufsatz-Szene mit der Dreifaltigkeit. Darüber sitzen auch noch zwei geflügelte Putti.

Galerie Magnet: Der Prinz im Dorf
Vater-Sohn-Konflikte, wie sie Shakespeare in seinem Hamlet aufbrechen lässt, gab es natürlich auch auf jedem Hof, in jedem Dorf. Ob der „Hamlet vom Dorfende“, ein strammer Jüngling, den Anton Kolig zwei Jahre vor seinem Tod, 1948, in einem seiner spätexpressionistischen Ölbilder verewigte, deshalb seinen Namen bekam, bleibt wohl der Fantasie überlassen. Vielleicht war er nur ein Gedanken schwer verträumter junger Mann, wie auch der tragische Dänenprinz Shakespeares. Das Gemälde der Galerie Magnet beweist jedenfalls, wie souverän sich Kolig von Früh an auf Männerakte verstand.

Heilige und Ikonen

Stars aus der frühen Christenzeit bis hinauf in die 1970er Jahre haben in Salzburg ihre Parade. Mick Jagger, Marlene Dietrich und die bildhübsche Barbara aus dem heutigen Izmit, das früher Nikomedien hieß, sonnen sich im Scheinwerfer-Licht auf der ART&ANTIQUE. Die Hl. Barbara beschützt dazu traditionell auch die Bergleute, weshalb allerlei Metalle kunstvoll zu großartigen Objekten geformt werden konnten.

Galerie Ruberl: Alles Marlene
Sie war Super-Star, Stil-Ikone, ein Mensch mit Haltung und Gewissen, und starb am Ende doch einsam: Marlene Dietrich. Im letzten Dezember hätte sie ihren 120. Geburtstag gefeiert, im Mai jährt sich zum 30. Mal ihr Todestag.
Die Fotokünstlerin Irene Andessner unternahm in einem ihrer umfangreichsten Projekte die Verwandlung in Marlene Dietrich. Nicht nur Ausstattung, Haarfarbe, Make-up vergegenwärtigen dabei die Dietrich, durch Heirat mit einem Mann namens Armin Dietrich wurde sie sogar tatsächlich zur Dietrich. Sie kann somit die Arbeitsergebnisse aus dieser zwei Jahre langen Performance mit I.M.Dietrich signieren. Die Galerie Ruberl präsentiert dieses Projekt in einer Sonderschau.

Galerie Haas & Gschwandtner: Andy und Mick
Gleich zwei Superstars bringt die Galerie Haas & Gschwandtner in Deckung: Andy Warhol und Mick Jagger. Der Superstar der Pop-Art rückt den Superstar der Rockmusik ins Bild. Mittel ist seine Polaroid Kamera, mit der Warhol 1975 über 50 Aufnahmen vom Frontmann der Rolling Stones in seiner Sommerresidenz in Montauk schoss. Aus ausgewählten Polaroids fertigte er dann Collagen, mit denen er den Mythos des Sängers einzufangen versuchte. Bei Haas & Gschwandtner gibt es den Mick Jagger von 1975 als 110,5 x 73,7 cm großen Siebdruck auf Papier aus einer Edition von 250, signiert von Mick Jagger und Andy Warhol.

Walter Moskat Kunst und Antiquitäten: Glückauf, Barbara!
Ein Star unter den Heiligen ist Barbara von Nikomedien. Ihr heidnischer eifersüchtiger Vater sperrte sie in einen Turm, weil er eine Heirat seiner bildschönen Tochter verhindern wollte. Sie entkam, konnte auf ihrer Flucht sogar durch eine Bergspalte entkommen, was sie später zur Schutzpatronin der Bergleute machte. Nachdem sie verraten wurde, starb sie im Jahr 306 den Märtyrertod: Der eigene Vater Dioscuros enthauptete sie, nachdem sie sich weigerte, ihren christlichen Glauben und ihre jungfräuliche Hingabe an Gott aufzugeben. Sie zählt zu den vierzehn Nothelfern, steht für Wehr- und Standhaftigkeit im Glauben. Ihre Attribute: Kelch und Turm. Letzteren trägt die gotische, 48 cm große, Barbara aus Tirol, nebst ihrer originalen Fassung aus der Zeit um 1500 auf dem Stand von Walter Moskat Kunst und Antiquitäten.

Kunsthandel Markus Strassner: Eisen macht sicher
Schwer und massiv beschlagen steht ein Tresor, eine Cassaforte, aus dem Mailand des 17. Jahrhunderts, auf dem Stand von Kunsthandel Markus Strassner. Viel Bergbaukraft war wohl notwendig, um das Erz für dieses Prachtstück aus den Stollen zu fördern. Das Wort „Tresor“ stammt aus dem Griechischen, Thēsaurós, und bedeutet Vorrat, Schatz, Schatzkammer, Speicher. Aber auch die alten Ägypter sperrten ihre Wertsachen bereits in hölzerne Truhen. Im Mittelalter verwahrte man Münzen, Schmuck und Reliquien in eisenbeschlagenen Holztruhen auf. Erst im 18. und 19. Jahrhundert fertigten Schlosser Panzerschränke aus Eisen.

Kunsthaus Kende: Holzaugen in Metall
Hochkultiviert zeigt sich bei einer großen, sogenannten Mokume-gane Vase der japanische Umgang mit Metallen wie Silber, Kupfer und den traditionellen japanischen Legierungen Shakudo, Kuromido und Shibuichi. Das Objekt wurde 2018 von Ryuhei Sako gefertigt. Das Kunsthaus Kende aus Tübingen bietet damit das Werk eines der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Japans für Objekte in Mokume-gane an. Mokume-gane ist eine traditionelle, japanische Schmiedetechnik. Das Wort bedeutet „Holzaugen-Metall“. Bei der Herstellung wird eine Vielzahl unterschiedlicher, dünner Metallschichten aufeinandergelegt und miteinander durch mehrfaches Glühen und Hämmern zu einem Block verbunden und so weiterveredelt, dass das Erscheinungsbild am Ende an eine Holzmaserung erinnert.

Schwarz-weiß und bunt

Farbe in allen Möglichkeiten – oder auch nicht, prägt die bildende Kunst. Der eine Maler verwendet sie üppig und wild, der andere beschränkt sich auf einen Farbton, wobei in beiden Fällen die Dynamik durch die Aktion ins Spiel gebracht wird. Der nächste lässt sie aus dem eleganten Formenspiel ganz draußen, während sie anderen Instrument ist, um Stimmungen die richtige Impression zu geben.

Galerie Susanne Bauer: Es blüht in Schwarzweiß
Schwer trägt der „Frühlings“-Putto von Michael Powolny an seiner Blütenpracht, die er in Händen hält. Dabei ist sie nicht einmal bunt, sondern schwarz-weiß, was der Herzigkeit des Ganzen aber keinen Abbruch tut. Um 1907 hat Michael Powolny die Skulptur entworfen, ausgeführt wurde sie von Wiener Keramik, und Galerie Susanne Bauer bietet sie in erstklassigem Originalzustand an. Michael Powolny und Bertold Löffler haben die Die Wiener Keramik 1907 gegründet, die Objekte wurden hauptsächlich von der Wiener Werkstätte vertrieben. „Die vier Jahreszeiten“, Allegorien in Putto-Gestalt, waren dabei ein Renner, sind es bei Sammlern bis heute – und es gibt sie natürlich auch in bunt.

Galerie Artziwna: Farbmaterie als Schmiere
Bunt ist auf jeden Fall Arnulf Rainers „Hand und Fingermalerei“ 1983/84, Öl auf Malkarton bei der Galerie Artziwna. Klingt nach kindlichem Übermut, passierte jedoch zufällig und wurde bald Konzept: 1973 brach Rainer der Pinsel, worauf er, um Rhythmus und Konzentration nicht zu verlieren, einfach mit den Fingern weitermalte – und so selbst zum Malinstrument wurde. „Nachdem ich viele Kartons auf dem Boden aufgelegt hatte und von einem zum anderen kroch, um die Farbmaterie als Schmiere, Markierung, Spur zu hinterlassen, fand ich zu einer sehr physischen Malweise.......meine Hände waren dabei immer schmutzig, wund und offen, meine Knie aufgeschürft“, meinte er 1982 dazu.

Schütz Fine Art: 6 Tage Rot
Aktion verlangt auch die Arbeit von Hermann Nitsch, der seine Schüttbilder aus dem Wiener Aktionismus heraus entwickelt hat. Bei Schütz Fine Art trifft man auf eine Arbeit „Ohne Titel“, Acryl auf Jute, 100 x 80 cm, aus dem Jahr 2007. Im Gegensatz zu Rainers Buntheit beschränkt sich Nitsch auf Rottöne. 2007 war ein wichtiges Jahr für Nitsch, wurde doch sein eigenes Museum in Mistelbach eröffnet. Unweit seines Schloss Prinzendorf, dem Schauplatz seines „Orgien Mysterien Theater“, das 6-Tage-Spiel, für Nitsch soll es „das grösste und wichtigste fest der menschen werden (es ist ästhetisches ritual der existenzverherrlichung). es ist gleichzeitig volksfest und zu bewusstsein gebrachtes mysterium der existenz.“

Brenske Gallery: Christus im Dunkelrot
Erstaunlich, dass das „Allessehende Auge Gottes“, eine Feinmalerei aus dem Russland des 19. Jahrhunderts bei Brenske Gallery München in seiner Tonalität, den Rot- und Brauntönen, dem Schüttbild von Nitsch ähnelt. Die Komposition symbolisiert den Kosmos, der von den zentralen Elementen des Christlichen Weltverständnisses durchdrungen ist: Im Zentrum erscheint Christus, von dem ein vierzackiger dunkelroter Stern ausgeht. Das Christusmedaillon umgibt ein weiterer hellroter Kreis mit Ausschnitten aus Gesichtsfeldern (ein Augenpaar, eine Nase und ein Mund), der seinerseits von einem dunkelblauen Kreis mit Strahlen eingefasst wird, der oben das nimbierte Antlitz der Gottesmutter aufnimmt. Dieses Strahlenrund wird nach außen von sechs Medaillons umfangen.

Galerie Martin Suppan: Riviera im Abendrot
Den Kosmos in schönster, sonnig südlicher Form hat Alfred Zoff unter anderem mit seinem „Abend über Nervi“, 1896, in Öl auf Leinwand, 67 x 117 cm, eingefangen.
Die Galerie Martin Suppan widmet dem österreichischen Stimmungsimpressionisten und bedeutenden Marinemaler in Salzburg eine Einzelpräsentation. Peter Peer von der Neuen Galerie Graz zählt Zoffs Meeres- und Küstenland­schaften zu den besten der öster­reichischen Malerei. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt daher auch bei den südlichen Meer- und Küstenmotiven, die Zoff schon zu Lebzeiten ungemein beliebt machten. Zu Zoffs Kunden zählte auch Kaiser Franz Joseph I., der ein großer Liebhaber seiner Bilder war und insgesamt acht Gemälde erwarb.

The old Treasury: Es grünt golden!
Zum Schluss bleibt die Frage, wie man Gold als Farbe einordenden darf? Weiß-, Gelb- und Rotgold kennen die Juweliere – wertvoll und begehrt ist es in jedem Fall. Vor allem wenn es so wunderbar glänzt, wie das Herz aus Blättern, das dank The Old Treasury in der Residenz Damenherzen höherschlagen lässt. Das zauberhafte Blattwerk aus 18 karätigem Gold ist etwa um 1960 in den Werkstätten des Pariser Traditionsjuweliers Boucheron gewachsen. Das Vintage-Stück führt schlagend den Beweis, dass zartes Grün nicht immer grün sein muss! 

AUSSTELLER 2022

GALERIE BEI DER ALBERTINA ▪ ZETTER
DOROTHEA APOVNIK KUNSTHANDEL FINE ART
GALERIE ARTZIWNA
BAGHERPUR KNÜPFWERKE SEIT 1971
GALERIE SUSANNE BAUER
ARTBLUE
BRENSKE GALLERY
ULF ENGLICH INH. FRANZ WAGNER
GALERIE FRANÇAISE GÉRARD SCHNEIDER
CHRISTIAN EDUARD FRANKE
KUNSTHANDEL FRELLER
KUNSTHANDEL GIESE & SCHWEIGER
GALERIE HAAS & GSCHWANDTNER
KUNSTHANDEL HIEKE
KUNSTHAUS KENDE
FLORIAN KOLHAMMER, art since the turn of the 20th century
KUNSTHANDEL NIKOLAUS KOLHAMMER
KOLHAMMER & MAHRINGER FINE ARTS
KOVACEK SPIEGELGASSE GEMÄLDE GLAS
KUNSTHANDEL MICHAEL KRAUT
LILLY'S CONTEMPORARY ART EXCLUSIVE ANTIQUES
GALERIE MAGNET
WALTER MOSKAT KUNST & ANTIQUITÄTEN
PINTAR SCHMUCK UND SILBER DES 20. JAHRHUNDERTS
GALERIE RUBERL
RUNGE KUNSTHANDEL
SCHAUER
SCHÜTZ FINE ART
SCHÜTZ FINE ART - CHINESE DEPARTMENT
KUNSTHANDEL MARKUS STRASSNER
IRA STEHMANN FINE ART
GALERIE MARTIN SUPPAN
THE OLD TREASURY
W&K - WIENERROITHER & KOHLBACHER
KUNSTHAUS WIESINGER

DATEN UND FAKTEN

ART&ANTIQUE Residenz Salzburg
9. April bis 18. April 2022
täglich 10-18 Uhr

artantique-residenz.at instagram.com/artundantique facebook.com/artantique.artfairs

EINTRITTSPREISE

€ 15,- Tageskarte
€ 12,- für Gruppen ab 10 Personen/pro Person
Gratis Eintritt für SchülerInnen, StudentInnen (mit Ausweis bis 27 Jahre)

PARTNER

OSTERFESTSPIELE SALZBURG
RAIFFEISEN SALZBURG PRIVATE BANKING

Südtirol und Sizilien zu Gast auf der VieVinum 2022!

Die VieVinum präsentiert dieses Jahr die Winzer von zwei höchst unterschiedlichen Weinbaugebieten als Ehrengäste. Südtirol und Sizilien üben jeweils einen großen Magnetismus auf Weinliebhaber aus. Ein vertiefender Einblick in das Wesen und die Weine dieser Weinherkünfte wird bei den Masterclasses der School of Wine geboten.

Zwei Weinbaugebiete einer Nation, deren weinbauliche Gegebenheiten kaum zu vergleichen sind. Alpen und Ätna stehen einander quasi als Pole gegenüber, unter deren Einfluss sich gänzlich eigenständige Terroirs gebildet haben – heute Heimat rarer Rebsorten wie Grillo und Nero d’Avola beziehungsweise Weißburgunder und Lagrein. So sehr Südtirol und Sizilien das Anderssein vereint, so erfolgreich haben die Winzer hier und dort die Bedeutung ihrer autochthonen Rebsorten und einzigartigen Kultur erkannt und sich deren Erhalt verschrieben. Zu Recht werden sie dafür international geschätzt und gefeiert.

Die Weine von Sicilia DOC

Die Genossenschaft Consorzio Sicilia DOC hat es sich als erste Organisation in der Geschichte Siziliens zur Aufgabe gemacht, die Vielfalt an autochthonen Rebsorten zu fördern und zu bewahren. Die Sicilia DOC umfasst sowohl kleine als auch große Kellereien, welche sich dem Keltern indigener sizilianischer Weiß- und Rotweine widmen und strengen Qualitätsvorgaben unterliegen. „Die Weine der Sicilia DOC sind Produkte mit einem großen Respekt vor der Natur. Die Vielfalt an Rebsorten macht es einfacher, diese Weine mit allen kulinarischen Traditionen zu kombinieren“, so Antonio Rallo, Vorsitzender der Sicilia DOC.

www.siciliadoc.wine/de

Die Weine Südtirols

Das Konsortium „Südtirol Wein“ wurde 2007 als Plattform für die Vermarktung und Imagepflege des Südtiroler Weinbaus gegründet. Es ist ein Zusammenschluss von Kellereigenossenschaften, Weingütern und freien Weinbauern. Als eines der kleinsten Weinbaugebiete Italiens verfügt Südtirol aufgrund seiner geografischen Lage über großen Facettenreichtum. Ganz der Tradition verpflichtet, entstehen hier herkunftsbezogene Weine mit eigenständigem Charakter.

www.suedtirolwein.com

Die teilnehmenden Weingüter aus Südtirol

  • Manincor, Kaltern
  • Schloss Englar, Eppan
  • Klosterkellerei Muri-Gries, Bozen
  • Weingut Eberlehof, Bozen
  • Nals Margreid, Nals
  • Franz Haas, Montan
  • Pitzner, Kardaun
  • Kellerei Kurtatsch, Kurtatsch

 

VieVinum – Mentoring als Investment für die Zukunft

Was bewegt die jungen Winzerinnen und Winzer in Österreich? Mit welchen Herausforderungen sehen sie sich im Heute und in der Zukunft konfrontiert? Wie verändert sich ihr Berufsbild? VieVinum- Gründerin Mag. Alexandra Graski-Hoffmann greift diese Themen mit ihrer neu ins Leben gerufenen Gerd A. Hoffmann-Akademie auf und vernetzt junge Winzer-Talente mit etablierten Größen der heimischen Wirtschaft zu einem gegenseitigen Austausch.

In der österreichischen Winzerszene ist aktuell ein großer Generationswechsel im Gange. Die neu ans Ruder gekommenen jungen Winzerinnen und Winzer stellen die Weichen für die Zukunft des heimischen Weins und damit für einen bedeutenden Teil der Sektoren Landwirtschaft, Handel und Tourismus. Mag. Alexandra Graski-Hoffmann gründete 1998 gemeinsam mit ihrem Vater Gerd A. Hoffmann die Weinfachmesse VieVinum, welche als internationale Leistungsschau des österreichischen Weins gilt und im Zweijahresrhythmus in der HOFBURG Vienna stattfindet. Das sind inzwischen 24 Jahre, in welchen die Messeorganisatorin intensiv mit der österreichischen Winzerschaft zusammenarbeitet. Die sich kontinuierlich verändernden Herausforderungen und Bedürfnisse der Winzerinnen und Winzer sind ihr somit bestens vertraut. Veranschaulichen lassen sich die von Mag. Alexandra Graski-Hoffmann beobachteten Veränderungen auch am Generationswechsel in den Weingütern. Waren in der Vergangenheit die Entfaltungsmöglichkeiten im elterlichen Betrieb, dessen Modernisierung oder Ausbau vorrangige Anliegen, so brennen den jungen Winzertalenten heute Themen wie Digitalisierung, Internationalisierung, Vernetzung mit dem Tourismus sowie Kreislaufwirtschaft und Klimawandel unter den Nägeln.

Motivation für das Mentoring-Programm

Nach dem Ableben von Gerd A. Hoffmann vergangenes Jahr bekundeten viele heute namhafte Winzerinnen und Winzer, wie sehr sie einst dessen Unterstützung zu schätzen wussten, welche weit über den Messe-Kontext reichte. Daraus entstand die Idee, als Andenken an sein Wirken die Gerd A. Hoffmann-Akademie ins Leben zu rufen – die professionalisierte Fortführung einer bisher selbstverständlich gelebten Business-Ethik, gedacht als Investment in die Zukunft der jungen Winzergeneration Österreichs.

Neue Impulse und Kontakte

Nun ist der Startschuss getan: 24 junge Winzerinnen und Winzer, die sich für die Gerd A. Hoffmann- Akademie beworben haben, sind mit ihren Mentorinnen und Mentoren in Kontakt getreten. Es ist der erste Schritt in eine Zeit des Ansprechens aktueller Themen, des Empfangens neuer Impulse sowie des Knüpfens wertvoller Kontakte. Und natürlich gilt es von Beginn an Ziele zu setzen, deren Ergebnisse Anfang Mai 2022 und somit noch vor der VieVinum 2022 präsentiert werden. Das Team von M.A.C. Hoffmann begleitet die Tandems bei ihrer Zusammenarbeit und wird über deren besondere Momente und Meilensteine berichten.

MENTORING-TEAMS

WinzerIn & MentorIn

Michael Bauer & Josef Floh, Gastwirtschaft Der Floh
Katharina Baumgartner & Eva Pölzl, ORF Moderatorin
Georg Dujmovits & Bert Copar, Unternehmensberater
Anna Faber & Birgit Reitbauer, Restaurant Steirereck
Bernhard Fischer  & Lilli & Joachim Gradwohl, Lilli & Jojo Das kleine Wirtshaus
Gerald Freinbichler & Michael Krammer, Unternehmer, Ventocom
Simon Gattinger & Mag. Thomas Neusiedler, CEO Helvetia Österreich
Johann Gisperg & Markus Ertler, Investor und CBA, Certified Business Angel
Alois Gollenz & Silvia Berghofer, Möbelwerkstätten Seliger
Gabriel Grassl & Dr. Harald Hauke, Vorstand AGR & ARAPlus
Andreas Gritsch & Jacqueline Pfeiffer, Star-Köchin
Alexander Herzinger & Mag. Sigi Menz, stv. Aufsichtsratsvorsitzender Ottakringer Getränke AG und Interessensvertreter
Johannes Hofbauer-Schmidt & Dr. Bernulf Bruckner, Weinexperte und Bankenberater
Friedrich Hutter & Dr.in Petra Stolba, Tourismus-Managerin
Franz Paul Jagschitz  &  Leo Doppler, Restaurant Hansen Börse
Julia Kroiss & Annemarie Foidl, Angereralm und Präsidentin Sommelier Union Austria
Helmut Lang &  Stefanie Herkner, Restaurant Zur Herknerin
Michael Liegenfeld & Michaela Reitterer, Boutiquehotel Stadthalle, Nachhaltigkeitsexpertin
Benita Lobner & Mag.a Manuela Krings-Fischer, Kringsalm       
Gregor Nimmervoll & Veronika Doppler, Restaurant Vestibül
Lisa Paschinger & Mag.a Alexandra Graski-Hoffmann, VieVinum-Organisatorin & Johannes Graski, Sportmanager
Viktoria Preiß & Dr.in Gabriela Straka, Mitglied der Geschäftsführung und  Sprecherin der Brauunion Österreich
Matthias Reckendorfer &  Dr. Erwin Pröll, Landeshauptmann a.D.
Thomas Schuster & Paul Ivic & André Drechsel, Tian Wien

 

 

 

VieVinum 2022 – Voll auf Kurs!

Es kehrt wieder Leben in das Weinmessegeschehen ein und die VieVinum zählt vom 21. bis 23. Mai 2022 zu dessen Fixpunkten. Als „Special Edition“ markiert sie den Start in eine neue Zukunft dieses Veranstaltungsformats. Die terminliche Nähe zur auf Mai verschobenen ProWein bietet auch Vorteile, wenn etwa internationale Besucherinnen und Besucher nun beide Messen kombinieren können.

Die VieVinum wird seit 24 Jahren von M.A.C. Hoffmann als Veranstalter organisiert und vielfach als schönste Weinmesse der Welt bezeichnet, mit der imposanten HOFBURG Vienna im Zentrum Wiens als Veranstaltungsort. Als Boutique-Messe genießt die VieVinum den Vorteil der überschaubaren Größe und die entsprechende Flexibilität, auf sich ändernde Anforderungen einzugehen. Für 2022 bedeutet dies vor allem mehr Platz, mehr Sicherheit und mehr Zeit für Gespräche an den Ständen. Im Fokus stehen zudem die Ausweitung der digitalen Services, die Konzentration auf Fachbesucher sowie eine thematisch attraktive wie anspruchsvolle „School of Wine“ als fachlich vertiefendes Rahmenprogramm. Die Teams von M.A.C. Hoffmann und der Österreich Wein Marketing, dem wichtigsten Partner der VieVinum, arbeiten gemeinsam daran, die Freude am Wein unter neuen Voraussetzungen umso mehr erlebbar zu machen. „Wir hören immer wieder, wie wichtig die VieVinum unseren Ausstellern und Besuchern ist und haben intensiv an neuen Konzepten gearbeitet. Während die Gesundheit für alle im Mittelpunkt steht, ist es unser Anliegen noch mehr Möglichkeiten für das Zusammenfinden der richtigen Handelspartner zu bieten“, so M.A.C. Hoffmann-Geschäftsführerin Mag. Alexandra Graski-Hoffmann.

Besucher aus aller Welt

Seit vielen Jahren liegt ein Schwerpunkt der ÖWM klar auf der Anbahnung und Festigung von internationalen Geschäftsbeziehungen für heimische Winzer. Auf Einladung der ÖWM werden Händler, Sommeliers und Weinjournalisten aus aller Welt zur VieVinum erwartet. „Unsere internationalen Partnerinnen und Partner freuen sich schon sehr, zur VieVinum zu kommen und ihre Kontakte zu unseren Winzerinnen und Winzern zu pflegen!“, betont ÖWM Geschäftsführer Chris Yorke. „Wir stehen mit ihnen in engem Kontakt und sind bereits mitten in den Planungen, um ihnen bei der VieVinum ein einmaliges Erlebnis zu bieten.“

Die Weinfachmesse VieVinum startet Mentoring-Projekt für Winzernachwuchs

Die VieVinum startet die Gerd A. Hoffmann-Akademie – ein Cross-Mentoring-Projekt für junge Winzerinnen und Winzer. Unter dem Motto „VieVinum inspiriert – Leidenschaft für den Wein" wird vielversprechenden Nachwuchstalenten für einige Monate eine namhafte Persönlichkeit als Mentorin oder Mentor fördernd zur Seite stehen.

Talente zu erkennen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, war eine der besonderen Eigenschaften von VieVinum-Gründer Gerd A. Hoffmann. „Jene, die ihn kannten, wissen, dass er aufstrebende Winzerinnen und Winzer stets fürsorglich unterstützt und mit großer Freude gefördert hat“, so Mag. Alexandra Graski-Hoffmann, die das Lebenswerk ihres Vaters seit vielen Jahren erfolgreich fortführt. Im Andenken an sein Wirken wurde nun die Gerd A. Hoffmann-Akademie ins Leben gerufen, um den WinzerInnennachwuchs im Rahmen eines Cross-Mentorings mit namhaften Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft zusammenzubringen. Für die Newcomer liegen die Chancen im Erfahrungsaustausch und für alle geht es darum, die Leidenschaft für den Wein zu teilen, sich gegenseitig zu inspirieren, voneinander zu lernen und neue Vernetzungen zu knüpfen.

Ziele und Ablauf des VieVinum-Cross-Mentorings

Bewerben konnten sich an der VieVinum teilnehmende Winzerinnen und Winzer im Alter zwischen 18 und 35 Jahren, die einen Weinbaubetrieb übernehmen oder gründen oder wo dies bereits erfolgt ist. Gemeinsam mit einem Beirat mit Weinbaupräsident Johannes Schmuckenschlager an der Spitze werden die jungen Kandidatinnen und Kandidaten ausgewählt und mit Mentorinnen und Mentoren gematcht, unter anderem mit Birgit Reitbauer, Veronika Doppler und Michael Krammer. Themen des Erfahrungsaustauschs können Fragen des unternehmerischen Alltags, der Nachfolge, Internationalisierung, Umgang mit Krisen und ganz aktuell Auswirkungen des Klimawandels auf den eigenen Betrieb, Wirtschaft und
Gesellschaft sein. Die Interessen und der Austausch von Mentee und MentorIn bilden den Mehrwert des Mentorings.

Die zentralen Schritte dieses Projekts im Bereich der medialen Begleitung sind das Matching und Kennenlernen von Mentee und MentorIn, ein erstes Resümee im kommenden Frühjahr und die finale Präsentation der gemachten Erfahrungen im Vorfeld der VieVinum 2022.

VieVinum-Organisatorin Mag. Alexandra Graski-Hoffmann ist es ein Anliegen, mit diesem Programm einen Ort der Begegnung zu schaffen. „Ich wünsche mir, dass mit diesem Schritt unsere Gemeinschaft gestärkt wird, sich Visionen für alle Teilnehmenden zeigen und wir mit neuer Kraft und Zuversicht in die nächsten VieVinum-Jahre gehen.“

52. ART&ANTIQUE HOFBURG VIENNA

52. ART&ANTIQUE HOFBURG Vienna
Kunstmesse von 4. bis 8. November 2021

Nach Bergab kommt Bergauf! Wie das Leben so spielt. Genießen wir den Herbst 2021, in dem die ART&ANTIQUE in der Wiener Hofburg von 4. bis 8. November ein Höhepunkt in Sachen Kunst, Antiquitäten & Design ist. Endlich wieder! Nach einer pandemiebedingten Pause, kürzer in der Laufzeit, nachgeschärft im Konzept und hochwertig konzentriert in der Auswahl der Ausstellerinnen und Aussteller.
Und während vielerorts vor Weihnachten Lieferengpässe prognostiziert werden, erfreut sich der Kunst- und Antiquitätenhandel über äußerst positive Prognosen.
Die ART&ANTIQUE, zum 52. Mal in der Wiener Hofburg, kann mit erstklassigen Kunstwerken und Objekten aus allen Bereichen überraschen. Lieferengpässe ausgeschlossen.
Hier findet man, was das Herz begehrt und darf es gleich mitnehmen oder sich bequem liefern lassen. Die Sammlerleidenschaft möchte geweckt und vertieft werden. Kunstvermittlung ist eine Herzensangelegenheit. Engagierte Experten und Expertinnen beraten, begeistern und begleiten die Besucherinnen und Besucher auf einer aufregenden Zeitreise durch viele Jahrhunderte.

Man trifft dabei auf Große der Moderne wie Maria Lassnig und Arnulf Rainer, die als Paar begannen, doch getrennt zu ihrer jeweils eigenen endgültigen Meisterschaft fanden. Neue Phantastische Realitäten, die auch schon Kunstgeschichte sind, gilt es zu erkunden: Arik Brauer, selbst auch ein begnadeter Barde, trifft mit frühen, überbordenden Fantasien aus dem Jahre 1966 auf Karl Hodina, der nicht nur im Wienerlied, sondern auch in der Malerei seine Heimat hat. Sogar Kunst-Schnee kann vorfreudige Skifahrer begeistern, wenn er in der Welt der Alpen auf den Bildern von Egger Lienz, Alfons Walde und Herbert Brandl hell leuchtet. Jugendstil aus Wien und München zeigt sich goldig verspielt im Spiegel von Dagobert Peche für die Wiener Werkstätte, prachtvoll im Vitrinenschrank-Pärchen aus Münchner Herstellung und süß, dank einer silbernen Bonbonniere, die nur die ganz Braven vom Nikolo bekommen. Seelenruhig schaut da die Antike als vornehmer Kalkstein-Kopf aus Zypern vorbei. Und mit ihm auch alle Kunstinteressierten, die noch viel mehr in der Hofburg erleben können.Etwa spezielle Sonderausstellungen zu Irene Andessner, Valentin Oman, Kurt Absolon, Franz Grabmayr und Harald Scheicher.
Von Donnerstag 4. November bis einschließlich Montag 8. November ist die ART&ANTIQUE 2021 geöffnet, denn: Montag ist Kunstmontag! Alle jene, die am Wochenende verhindert sind oder nochmals in Ruhe die Messe besuchen möchten, haben am Montag, den 8. November, von 10 bis 18 Uhr, die Gelegenheit dazu. Auch das ist neu.

Sehnsuchtsort Kunst
Für die eine ist es der Prater, für den anderen das verzauberte Venedig. Vielleicht ein bisschen garteln auf einem Bauernhof im Marchfeld oder doch die Ruhe einer französischen Landschaft zwischen Alpen und Meeresküste?
Mit Kunst lässt sich reisen, abtauchen, Orte finden, die der Realität ein Schnippchen schlagen.

Kunsthandel Giese & Schweiger
In den wunderschönen Prater führt uns Tina Blau bei Kunsthandel Giese & Schweiger: „Herbsttag in der Krieau im Prater“, 1882/85, Öl auf Leinwand, 75 x 95 cm. Zum Prater hatte Blau ein besonderes Verhältnis: 1877 zog sie in das von Emil Jakob Schindler gemietete Atelier im Pavillon des Amateurs, einem übrig gebliebenen Gebäude der Weltausstellung, ein. Es sind jene „Praterateliers“, die heute noch von Künstlerinnen und Künstlern genutzt werden. Nach ihrer Hochzeit mit dem Tier- und Schlachtenmaler Heinrich Lang übersiedelte sie nach München. Nach Langs Tod kehrte sie 1891 jedoch zurück – und malte wieder den Prater und die Krieau, die damals noch ganz unbehelligt von Anlegerwohnungen waren.

KOVACEK Spiegelgasse Gemälde Glas
Ein frühes und ganz vom Impressionismus beeinflusstes Werk von Carl Moll stellt KOVACEK Spiegelgasse Gemälde Glas aus: Das Ölbild „Bauernhof im Marchfeld“, 75,4 x 68,6 cm, malte Moll im Jahr 1899. „Durch die ausgewogene Farbkomposition strahlt das Werk eine stille Harmonie aus. Es entstand mit einer Gruppe von Bildern wie „Siesta“, „Sommer im Marchfeld“ und „Gänsemarsch“ bei Markthof in den March-Donauauen, wo ein Verwandter einen Bauernhof betrieb … Molls intensives Studium der französischen Kunst wird darin bemerkbar“, schreibt Cornelia Cabu dazu.

Runge Kunsthandel
Ab nach Frankreich. Willy Eisenschitz nimmt uns bei Runge Kunsthandel in eine „Landschaft in der Drôme“, Öl auf Karton, 73 x 101 cm, mit. Der Wiener Eisenschitz war schon früh fasziniert von der Kunst der Impressionisten, sowie der farbintensiven Malerei Gauguins, Cézannes und der Fauvisten. Frankreich ließ ihn nicht mehr los. Er heiratete die französische Malerin Claire Bertrand. 1935 nahm er die französische Staatsbürgerschaft an. Vor allem die Landschaften im Süden des Landes hatten es ihm angetan. Die Drôme ist eine Region zwischen Lyon, Grenoble und Orange, und der reizvolle Übergang zwischen Alpen und Provence.

Galerie Magnet
Wenn Werner Berg am Stand der Galerie Magnet seine bäuerliche Gesellschaft beim Abstieg zeigt, befindet man sich mit Sicherheit in den Kärntner Bergen. „Bergab“ nannte der Maler seine 1965 in Öl auf Leinwand, 35 x 55 cm groß gemalte Szene, auf der ein Mann drei Frauen mit Kopftuch vor eindrucksvoller Bergkulisse vorangeht. Werner Berg stammte aus Wuppertal-Elberfeld und kam nach dem Studium in Wien 1931 auf den Rutarhof bei Bleiburg nahe der slowenischen Grenze. Hier fand er seinen ganz eigenen Stil – und seine Motive, die man vom Hof aus sieht: Das Rosental, den Hochobir, die Kette der Karawanken von der Petzen bis zum Mittagskogel.

Kunsthandel Kraut
Die Lagunenstadt Venedig scheint ein besonderer Sehnsuchtsort für Österreicher zu sein. Den ersten Besuch erlebt man meistens als Kind mit den Eltern – und kehrt dann alle paar Jahre wieder. Das magische Venedig, in dem die Zeit stehen geblieben scheint, fasziniert auch den 1948 in Salzburg geborenen Maler Friedrich Eigner immer wieder. Kunsthandel Kraut zeigt in der Hofburg seinen Blick auf die im Nebel versunkene „Giudecca“ (Pastell, Kohle, Acryl auf Leinen, 96 x 85 cm) von 2021. Eine Stimmung, die wohl nicht nur Eigner, der zunächst ein paar Jahre Philosophie studierte, bevor er sich der Malerei zuwandte, zum Innehalten und Reflektieren einlädt.

Galerie Maier
Spirituelle Einkehr, ein wenig Andacht darf dann den Schlusspunkt im ersten virtuellen ART&ANTIQUE-Rundgang bei der Galerie Maier setzen. Vor Max Weilers „Als alle Dinge ...“, 1961, Tempera auf Papier, 88 x 62,5 cm. Dieses Werk zählt zu jenem Zyklus, der in den Jahren 1960/61 einen ersten Höhepunkt der Abstraktion in Weilers Malerei markiert. Der Titel verweist auf „Als alle Dinge in tiefem Schweigen lagen und die Nacht in der Mitte ihres Laufes war, da kam vom Himmel, vom königlichen Throne, O Herr, Dein allmächtiges Wort.” Diesen Satz hat Meister Eckhart aus dem Buch der Weisheit (18, 14.15) übersetzt. Er verweist auf die Inkarnation und die Weihnachtsgeschichte.

Von Nikolo bis Buddha
Heilige und Heiligtümer erscheinen in der HOFBURG Vienna als Meisterstücke des Kunsthandwerks. Eine Sparte, die auch sonst mit großen Namen und wunderbaren Stücken auf der ART&ANTIQUE aufwarten kann.

Galerie bei der Albertina ▪ Zetter
Der heilige Nikolaus war ein großer Wohltäter und darf daher jedes Jahr am 6. Dezember, seinem Todestag, wiederkehren, um seine Gaben und Leckereien an brave Menschen zu verteilen. Man kann Nikolos mieten oder süße Geschenke in schöner Form bringen, wie jene Bonbonniere, von Eduard Josef Wimmer-Wisgrill. Sie wurde 1911 in der Wiener Werkstätte aus Silber gehämmert. Auf ihrem Deckel ist der Nikolo als Elfenbeinmalerei zu sehen. Die Galerie bei der Albertina ▪ Zetter bietet diese zauberhafte Dose an. Der vielseitige Designer und Künstler Wimmer-Wisgrill lernte bei Josef Hoffmann, Alfred Roller und Koloman Moser und leitete ab 1910 die von ihm begründete Modeabteilung der „Wiener Werkstätte“.

FLORIAN KOLHAMMER - art since the turn of the 20th century
Zu den großen Gestaltern der Moderne zählt auch der 1874 in Sachsen geborene Bruno Paul. Nach einer Baulehre in Dresden besuchte er die Münchner Akademie. Bruno Paul gilt als Wegbereiter der Moderne war nicht nur Architekt, Möbeldesigner und Inneneinrichter, sondern zeichnete auch Karikaturen. Er gehörte 1907 zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Werkbunds und beeinflusste als Hochschullehrer Künstler wie Ludwig Mies van der Rohe, Adolf Meyer, George Grosz und Hannah Höch. Ab 1898 arbeitete er in den kurz davor gegründeten Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk. Um 1905 dürfte er für sie das Vitrinenpaar entworfen haben, das, aus Nussbaum, Ahorn, Glas, Silberbeschläge, Korallenperlen gefertigt, bei FLORIAN KOLHAMMER - art since the turn of the 20th century angeboten wird.

Gallery Sikabonyi
Künstlerische Formgebung aus dem 21. Jahrhundert präsentiert die auf Glasobjekte spezialisierte Wiener Gallery Sikabonyi. Als ein Beispiel etwa ein hochglänzend poliertes Objekt. Es hat die Form einer Kugel, auch „Sphäre“ genannt. Sie ist per Definition ein Kreisobjekt und geometrisch vollkommen. Die Kugel hat eine Fläche, keine Ecken und unendlich viele Seiten. So auch die aus optischem Glas gefertigte Kugel mit dem Titel „i-eye“ und 13 cm Durchmesser des 1953 in der Slowakei geborenen Pavol Hloska. Er erschafft Glasformen, die es ihm ermöglichen, Illusionen von unendlichen Räumen zu erzeugen und damit die Neugier und Faszination des Betrachters zu wecken.

Kunsthandel Markus Strassner
Einen Blick ins Wiener Empire, also an den Beginn des 19. Jahrhundert, bietet Kunsthandel Markus Strassner aus Oberösterreich. Er präsentiert eine Vasenuhr, die er Joseph Ulrich Danhauser zuschreibt. Signiert ist sie mit „J. Straub in Wien“. Das Empire ist eine Ausprägung des französischen Klassizismus auf dem Gebiet der Innenausstattung, des Kunstgewerbes, des Möbelstils und der Mode. Es breitete sich vor allem in den unter Napoleons Einfluss stehenden Gebiete Europas aus und fand daher auch in Wien seinen Niederschlag. Die 58 cm hohe Uhr gibt sich daher antikisch, zeigt eine in Schwarz und Gold gehaltene, reich verzierte Amphore, über die sich ein geflügeltes Wesen beugt.

Kunsthandel Nikolaus Kolhammer
Mit Dagobert Peche geht es zurück nach Wien und in die Wiener Werkstätte. Der aus dem Lungau stammende Peche machte nach seinem Architekturstudium eine kurze aber große und enorm produktive Designer-Karriere. Ab 1915 wurde er Mitarbeiter der „Wiener Werkstätte“, ab 1917 ging es für zwei Jahre als Leiter der „Wiener Werkstätte“-Filiale nach Zürich. Seine Entwürfe, die überbordende Formfantasie mit Raffinement grandios verschmelzen, faszinieren ungebrochen. Bevor er viel zu früh, 1923 mit 36 Jahren, in Mödling starb, wurden noch die Schauräume der „Wiener Werkstaette of America“ auf der Fifth Avenue in New York eröffnet. Auf der Fifth Avenue, in der Neuen Galerie, sind seine Entwürfe bis heute zu bewundern. Darunter auch seine vielgestaltigen goldenen Spiegel, von denen Kunsthandel Nikolaus Kolhammer einen aus dem Jahr 1922 zeigt, der von Max Welz in Wien aus Lindeholz geschnitzt und vergoldet wurde.

Galerie Darya
Vom christlichen Heiligen Nikolaus des Beginns zu den Gottheiten des Buddhismus zum Finale: Die Galerie Darya bringt einen buddhistischen Schrein in die Hofburg, der Anfang des 20. Jahrhunderts in Japan gefertigt wurde, 219 cm hoch und 76 cm breit ist. Der Lack-Schrein ist sehr aufwändig und filigran gestaltet und verfügt über reichhaltige florale Darstellungen, Vogelmotive und Ornamente. Neben diesen weltlichen Motiven sind im Inneren auch noch Drachen und Phönixe herausgearbeitet. Solche Hausaltare dienen der Verehrung des Buddha und der Respektsbezeugung gegenüber den Ahnen. Hier werden buddhistische Sutras (kurze Lehrtexte) gelesen und Opfergaben dargebracht. Nachdem der Wohnraum in Japan allerdings heute knapp ist, greift man gerne auf Mini-Altäre, oft nur mehr in der Größe von Schuhkartons zurück.

Aug’ in Aug’ mit großer Kunst
Der Mensch, sein Gesicht, seine Gefühle, Angst und Freude, Geheimnisse und Emotionen waren und sind immer schon ein großes Thema in der Kunst. Vom Selbstporträt bis zur typologischen Darstellung in der religiösen Kunst reicht dabei das Spektrum. Faszinierende Begegnungen sind angesagt!

Galerie Zimmermann Kratochwill
Die schonungslose Selbstbefragung war ein lebenslanger Topos im Schaffen der großen Maria Lassnig. Im „Selbstportrait mit Sperber“, Öl auf Leinwand, 74 x 95 cm groß, tritt einem Lassnig auf dem Stand der Galerie Zimmermann Kratochwill abstrakt entgegen. Der Mensch hat sich hier, wie immer wieder im Schaffen der Malerin, maschinenartig verwandelt. Der Sperber erscheint dagegen als solcher riesenhaft erkennbar und fixiert die erschreckt zurückweichende Gestalt. Lassnig malte das Werk im Jahr 1986, in einer Zeit, wo ihr vermehrt die längst zustehende Anerkennung zu Teil wurde. 1985 war die erste große Retrospektive mit ihrer Malerei im Museum Moderner Kunst in Wien eröffnet worden. 1988 erhielt sie – als erste bildende Künstlerin – den großen Österreichischen Staatspreis.

Kaiblinger - Galerie & Kunsthandel
„The Murmur of the Innocents“, „Das Flüstern der Unschuldigen“, heißt eine große Serie im Werk von Gottfried Helnwein. Sie zeigt vor allem Kinder und ihre Gesichter, wie sie scheu, verschüchtert, ängstlich aus einem dunklen, unheimlichen Hintergrund schauen. So, wie auch das Mädchen auf dem 1,8 mal 2,18 Meter großen „The Murmur of the Innocents 67“ von 2017 zu sehen ist.
Helnwein thematisiert hier, als ein zentrales Motiv in seinem Schaffen, das unschuldige, oft wehrlos den Erwachsenen ausgelieferte Kind. Die Werke Gottfried Helnweins sind fester Bestand im Angebot von Kaiblinger – Galerie & Kunsthandel, werden längst von Stars wie Arnold Schwarzenegger, Sean Penn, Ben Kingsley oder Nicolas Cage gesammelt und hängen in den wichtigsten Museen der Welt.

Brenske Gallery
Der Typus der Gottesmutter Glykophilousa (griechisch „die Zärtliche“, „die süß Küssende“) zählt sowohl in Russland wie in Griechenland zu den bekanntesten Ikonentypen der spät- und post-byzantinischen Kunst. Die Darstellung zeichnet sich durch die innige und vertraute Beziehung zwischen Mutter und Christuskind aus und ist daher nicht in strenger Frontalität gemalt. Die Gottesmutter Glykophilousa hält das Kind auf beiden Händen. Dieses blickt zu ihr auf und schmiegt sich an ihre Wange. Dabei hält der Jesusknabe die Schriftrolle. Die Gottesmutter aber weiß um das Schicksal ihres Sohns und blickt mit ernstem Gesichtsausdruck. Auf einer besonders wertvollen italo-kretischen Tafel um 1500, 38 x 30 cm, die Ikonen-Spezialist Stefan Brenske aus einer bedeutenden Bonner Privatsammlung nach Wien mitnimmt, lässt sich all das geradezu idealtypisch erkennen.

Walter Moskat Kunst u. Antiquitäten
Mitte des 16. Jahrhunderts war südlich der Alpen die Kunstströmung der Renaissance längst etabliert.  Rafael hatte seine Stanzen im Vatikan ausgemalt, Michelangelo seine Fresken in der Sixtinischen Kapelle und auch Leonardos Mona Lisa lächelte geheimnisvoll seit einem knappen halben Jahrhundert vor sich hin. Der Künstlerbiograf Giorgio Vasari nannte um 1550 die Gotik, die noch nördlich der Alpen herrschte, verächtlich eine „maniera tedesca“ („deutscher Stil“), beschrieb sie als monströs und barbarisch. Er hätte bei dem um 1550 in Südtirol geschnitzten Flachrelief der Hl. Margareta, das Walter Moskat Kunst u. Antiquitäten in der Wiener Hofburg ausstellt, besser hinsehen sollen, so bezaubernd in sich gekehrt und lebendig ist ihr Blick auf die Darstellung der Heiligen, auf der man auch ihr Attribut, den Drachen erkennt.

Christoph Bacher Archäologie Ancient Art
Die Antike war groß, daher hat sie auch so manchen Kopf, wie den „Zypriotischen Kalkstein-Kopf“ aus dem Ende des 6. Jahrhundert v. Chr., den Christoph Bacher Archäologie Ancient Art in der Hofburg aufstellt, größer gemacht. Dieser Kopf eines Mannes, im archaischen Stil mit hohen Backenknochen, mandelförmigen Augen, einer langen, geraden Nase und dem typischen archaischen Lächeln, ist nämlich leicht überlebensgroß, insgesamt 29 cm in der Höhe. Die Darstellung mit Bart und Haarkranz weist ihn als Würdenträger, als einen bedeutenden Mann in einer bedeutenden Stellung aus. Die gut verfolgbare Provenienz ist selbstverständlich bei Antiken: Privatsammlung Irma (1919-2015) und Benjamin (1910-1992) Weiss, New York, erworben Mitte des 20. Jahrhunderts. Danach englischer Kunstmarkt.

Galerie Alessandro Casciaro
Nur aus Farbflächen in Hell-Dunkel-Kontrasten bestehen die kantigen Gesichter der mähenden Bergbauern auf dem Aquarell „Drei Schnitter“, 1918, 63 x 100 cm, von Albin Egger-Lienz. Das Motiv der „Schnitter“ oder „Bergmäher“ ist neben dem „Totentanz“ und dem „Sämann“ zentral im Schaffen von Egger-Lienz. Es kehrt in verschiedenen Techniken und Varianten immer wieder. Dieses erneute Aufgreifen mancher Themen, ist kennzeichnend für den Tiroler. 1907 malte er sein erstes mit „Bergmäher“ bezeichnetes Bild, bei dem die Schnitter eine grüne Almwiese mähen. Ein zweite Fassung entstand 1913. Es folgten weitere Varianten, Wiederholungen und Teilwiederholungen. Ab 1918 stehen die Bauern dann im hohen Korn. Für diesen Typus hat sich der Titel „Schnitter“ durchgesetzt. Die späteren Versionen nach 1920 werden expressiver, auch düsterer in den Farben und oftmals auch als „Schnitter im Gewitter“ bezeichnet.

Blitzableiter und Zeitmesser
Was kostet die (schönere) Welt? Was hat die Artischocke mit der Revolution zu tun? Und warum rennt Donald Duck mit dem Besen auf der Schulter? Fragen, die die Kunst beantworten kann!

Galerie Haas & Gschwandtner
Marschieren wie Donald? In seinem Siebdruck „The New Spirit“ paradiert Donald Duck vor einem Paravent aus Spiegeln mit einem Besen, den er wie ein Gewehr geschultert hat. Bunt, heiter scheint die Sache, und doch ist es der von Warhol künstlerisch verfremdete Ausschnitt aus einem Film von 1942, den das US-Finanzministerium bei Disney geordert hatte. Es war ein Spendenaufruf für Kriegssteuern, um die Nazis in Europa zu besiegen. Selbst das Scherflein eines notorisch Geldknappen wie Donald Duck würde helfen – so die Botschaft. Das Motiv stammt aus der „ADS“-Serie von 1985, in der Warhol seiner Faszination für Werbung huldigte und weitere bekannte Marken wie Chanel Nr. 5, den VW-Käfer oder den Apple von MacIntosh aufgriff.

A.E. Köchert Juweliere
Knausern wie Dagobert Duck? Der Onkel von Donald Duck ist berühmt für seinen Geiz und badet am liebsten in seinen Geld-Bergen. Im US-Propaganda-Streifen hätte aber wohl auch er seinen Beitrag geleistet. Ob er das Geld dagegen für einen prachtvollen Ring, wie den mit einem funkelnden Diamanten im Kissen-Schliff (Diamant-Cushion, 4,01ct) geschmückten, umrandet von weiteren Brillanten (0,86ct) und kunstvoll in Gelbgold und Silber gefasst, ausgegeben hätte? Zum Glück nicht, denn sonst könnte der einstige kaiserliche Hofjuwelier A.E. Köchert ihn nicht in der Hofburg anbieten. Unser Tipp für ein exklusives Weihnachtsgeschenk!

Lilly's Contemporary Art Exclusive Antiques
„Zeit ist Geld“ postulierte Benjamin Franklin (1706–1790), einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten, 1748 in seinem Buch „Ratschläge für junge Kaufleute“. Ein paar Jahrzehnte später hätte er der Zeit beim Verrinnen auf einer prachtvollen Laterndluhr zuschauen können. Denn Lilly's Contemporary Art Exclusive Antiques bringt eine „Jahresuhr“ (Gangdauer 340 Tage) in die Hofburg mit. Sie stammt vom Uhrmacher „Hitzinger in Wien“, aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, ist in Mahagoni furniert und politiert. Das Zifferblatt ist aus Bronze guillochiert und feuervergoldet. Und hier die technischen Daten des 145 cm großen Prachtstücks: Kleine Springsekunde, Grahamgang mit massivem Stahlanker, Messing-verkapseltes Präzisionswerk, Kontragesperr, Schneidenaufhängung, Antrieb mit exzentrischem Gewicht, welches hinter dem Pendel geführt ist.

Galerie Frey
Benjamin Franklin entwarf nicht nur die Unabhängigkeitserklärung mit. Als Diplomat handelte er auch den Frieden von Paris aus, der den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg beendete. Außerdem verbesserten seine Erfindungen, etwa ein raucharmer Ofen oder der Blitzableiter, die Welt. So wie sie sich der 1986 in den Niederlanden geborene Bildhauer Pieter Obels wünscht und in seinen Skulpturen aus Kortenstahl fühl- und sichtbar machen möchte. Etwa mit der Arbeit „Overwhelming distances“ von 2021. Galerist Ian Rosenfeld schreibt über Obels: „Seine Werke spiegeln die Welt wider, in der wir gerne leben würden; eine Welt, die von Schönheit und Naturbewusstsein geprägt ist. Die Kurve im Gegensatz zur geraden Linie erinnert an ein sanfteres, weniger strenges Universum, in dem sich die Objekte umarmen und nicht abstoßen, in dem ein Dialog immer möglich ist und man immer zusammenfindet.“

Galerie Elisabeth & Klaus Thoman
Beim Essen kommen die Leute zusammen – und Liebe geht durch den Magen, heißen zwei bekannte Redensarten. Da genießt man gerne Delikates, etwa die feine und gesunde Artischocke. Auch die hatte ein Problem mit der Revolution: So galt die von den Arabern nach Europa gebrachte, frostempfindliche Pflanze aus dem Mittelmeerraum als begehrtes Gemüse der Reichen und Mächtigen. Gerne wurde sie etwa in den Gärten des französischen Landadels noch bis zur französischen Revolution als Symbol für vornehme Lebensart angebaut. Man schrieb ihr auch eine aphrodisierende Wirkung zu und warnte so manch nobles Kind vor ihrem Genuss. Allerdings muss sich niemand vor den wunderbaren Früchten hüten, die Gunter Damisch in seinen „Gunera-Artischockentürmen“ von 2013 sprießen lässt. Sie sind aus Aluminium patiniert.

Phantastische Triebe
Eine Blüte ist permanenter Veränderung ausgesetzt, wächst, sprießt, springt auf, blüht und verblüht. Das alles meist in unüberbietbarer Schönheit, berückend in den Farben. So sollte es auch unserer Fantasie gehen, wenn sie auf Blühendes trifft.

Galerie Czaak
„Gleich bleibende Formulierungen zu durchbrechen und permanent zu verändern“, war eine der Maximen von Oswald Oberhuber. Der war nicht nur ein großer Ermöglicher, in dem er als Rektor der Universität für angewandte Kunst Größen wie Josef Beuys, Karl Lagerfeld, Jil Sander, Ettore Sottsass oder Daniel Spoerri nach Wien holte – und die Hochschule zum internationalen Strahlen brachte. Auch als Künstler lässt er sich kaum greifen, so vielgestaltig, permanent in Wandlung und doch in allem ungeheuer originär und eigenständig sind seine Zeichnungen und Gemälde. Etwa wenn er Pink auf grünem Grund zwischen etwas Blau, Rost und Weiß blühen lässt, in „Ohne Titel“ von 1950, Öl auf Hartfaser, 100 x 90 cm, bei der Galerie Czaak.

Galerie Reinisch Contemporary
Wer kennt sie nicht, die üppigen Stillleben der alten Meister, wie sie besonders in Holland höchst beliebt waren. Die Niederländerin Margriet Smulders hat sich der Tradition besonnen, wendet in ihrem Werk die Prinzipien der Malerei auf die Fotografie an, und interpretiert das Stillleben neu. Sie verdichtet das sinnliche Potenzial des Visuellen zu größter Intensität. Ihre Fotos sind akribische Inszenierungen, reale Arrangements ohne jede digitale Veränderung. Blumen und Früchte werden sorgfältig ausgewählt, Substanzen wie gefärbte Milch, Wasser oder Rauch kommen zum Einsatz. So entstehen surreale Traumlandschaften, zwischen pastoraler Lyrik und barockem Überschwang. Oft mit herrlich lichten Titeln wie „Shine on me“, 2018, als 120 x 189 cm großer Abzug bei der Galerie Reinisch Contemporary.

Galerie Ruberl
„Die Aufgabe eines Kunstwerkes ist es, unsere Wahrnehmung zu irritieren, um einen Ausstieg aus unseren Gewohnheiten zu bringen und um damit unser Bewusstsein und unsere Denkmöglichkeiten zu verändern“, heißt es bei der Galerie Ruberl zu einer Arbeit von Arnulf Rainer. Der Maler zeigt uns mit „Blumenstrauss“, Ölkreide auf Karton von 1964 seine ganz persönliche Sicht auf den traditionsreichen Topos Stillleben. Wie immer bei Rainer gibt es kein Kriterium für die Richtigkeit einer Interpretation. So kann sich jeder auf das kommunikative Spiel zwischen Abbild und Vorstellung einlassen, um sich sein eigenes Bild von diesem Blumenstrauß zu machen.

Kunsthandel Natalia Riedl
Imagination braucht Auslauf – Aal, Schlange, Hendel oder Hummer? Die Akademie der bildenden Künste wurde saniert, ihre Gemäldegalerie kann wieder besichtigt werden – und damit auch Wiens großer Hieronymus Bosch-Schatz, das Weltgerichts-Triptychon. Oder doch nicht? Zur streng kuratierten Eröffnungsschau bleibt er geschlossen, weil man dem Publikum statt Weltgericht lieber eine Schlange als angeblichen Aal auf den Rückseiten der Altarflügel verkaufen möchte. Große Kunst verträgt so viel Freiheit! Freiheit nimmt sich auch der vor Bosch’scher Fantasie nur so sprühende Zeitgenosse Micha Lobi. Er paraphrasiert humorvoll den Stil des geheimnisvollen alten phantastischen Realisten Bosch und setzt dessen skurriles Figuren-Vokabular zu neuen Wimmelbildern zusammen. Auf einer 2014 in Öl gemalten Holztafel, 29 x 34,5 cm entdeckt man etwa, wie ein Riesenhummer einen nackten Narren zwickt, oder ein gerupftes Hendl ganz schön nackt aus der Wäsche schaut.

Kunsthandel Stock
Drachen in der Weltenlandschaft: Zu den neueren, Phantastischen Realisten der Wiener Schule darf man Karl Hodina getrost zählen. Der ist nämlich nicht nur ein bekannter Meister im Bereich Volks- und Wienerlied, sondern er malt auch. In jenem Stil, der Arik Brauer, Ernst Fuchs und Kollegen berühmt gemacht hat. Wie sie, überhöht auch Hodina die Kunst der Alten Meister surreal, wie man auf seinem Tondo „Der faule Drache“ von 2010 bei Kunsthandel Stock wunderbar erkennt. Da schaut man in eine Natur, die zwischen Kahlenbergblick und Weltenlandschaft liegen könnte. Darin lässt ein Mädchen ein kleines blaues Dinosauerierungetüm steigen, während ein Bub seinen dicken roten Drachen nicht von der Erde bekommt. Ist er vielleicht zu schwer? So wie Hodinas Schutzpatron aus Ottakringer Kindertagen, sein „Herrgott aus Sta’n“?

Geier und Almenrausch
Ab Mitte November wird sich die berühmte Geyer-Wally in der Oper „La Wally“ von Alfredo Catalani insgesamt sechs Mal im Theater an der Wien singend in den Tod stürzen. Das reale Vorbild für die früh emanzipierte Alpinistin war eine Malerin: Anna Stainer-Knittel, Großnichte des berühmten „Schmadribachfall“-Malers Joseph Anton Koch. Die hätte mit ihrem geschulten Bergblick in der Hofburg gestaunt. Denn die Auswahl an Motiven aus Stein und Fels ist groß!

Galerie Kovacek & Zetter
Hinauf in die Einsamkeit der Berge, hinaus in die Natur fernab der Menschen zog es die starke, eigensinnige Geier-Wally aus dem Ötztal. Der große Tiroler Maler Max Weiler liebte die Natur ebenso, und „respektierte Bäume“, so schreibt es Kunsthistoriker Gottfried Boehm, „als den Menschen in ihrem zeitlichen Maßstab oft überlegene Naturwesen. Er erkundet malend ihre Existenz zwischen Himmel und Erde.“ Max Weiler selbst stellte schon 1974 fest: „Es würde mir genügen, dazustehen wie ein schöner Baum, über den man sich freut.“ Diese Freude kann man bei Kovacek & Zetter vor einem „Baum“, den Weiler 1992 ganz lyrisch in Eitempera auf die Leinwand gebracht hat, nachempfinden.

Galerie 422 – Margund Lössl
Herbert Brandl zählt mit seinen großformatigen Bildwelten zu den international erfolgreichsten österreichischen Malern der Gegenwart. Die in seiner Malerei verhandelten Sujets von Natur, Landschaft, Tieren, oszillieren zwischen Gegenständlichkeit, Abstraktion sowie zwischen Nah- und Fernsicht. In „O.T.“, 2021, 60 x 40 cm, bannt Brandl (bei Galerie 422 – Margund Lössl) einen seiner berühmten Bergegipfel, schroff, eisig, malerisch faszinierend in Ölfarbe auf die Leinwand. Von Schnee und Eis bedeckt steht er stolz da. Ein Felsen, den man sich erst erobern muss. So wie auch die eigensinnige Wally. Joseph Hagenbach aus Sölden versucht es. Doch als es ihm endlich gelingt, reißt ihn eine Lawine in den Tod. Wally stürzt sich ihm nach. Die Gefährlichkeit der Berge! Bei Herbert Brandl spürt man sie.

Smolka Contemporary
Gelbe Berge, rosa Bäume, lila Baumstämme, und inmitten stürzen blitzeblaue Wassermassen in die Tiefe: „Deep Fall, Bright“, Öl auf Leinwand, 175 x 130 cm groß, 2021 von Hubert Schmalix gemalt. Smolka Contemporary zeigt diese Schmalix-Landschaften, über die Günther Holler-Schuster (Neue Galerie, Graz) schreibt: „Sie lassen sich nicht mehr als topografische Wirklichkeit definieren. Vielmehr sind sie Klischees bzw. Ideallandschaften ... Schmalix hat die Welt immer bunter erscheinen lassen – ein Arkadien, das weder der Jugendstil noch Walt Disney kühner im Stande gewesen wären, in Szene zu setzen.“ Nun, auch die Ur-Wally, Anna Stainer-Knittel, mochte es bunt und malte die Flora der Alpen. Besonders gerne den dunkelpink leuchtenden Almenrausch!

Galerie Artecont
Die Berge, Fels, Eis und Schnee prägen, verändern ihre Bewohner. Aber: „Man braucht eben Metamorphosen. Man malt vor der Natur, aber man muss die Natur verwandeln, in Gestaltung, Form und Farbe. Und das war immer mein Anliegen. Ich bin nie von der gegenständlichen Malerei weggegangen“, meinte Franz Grabmayr über seine Kunst. Er malte viel in der Natur, ab 2006 oft und gerne Steinbrüche, wie jenen „Steinbruch“ von 2009, Öl auf Leinwand und 80 x 141 cm groß, den die Galerie Artecont in der Hofburg präsentiert. „Großflächig angelegt und von Matisse beeinflusst, modulieren diese Gemälde und Blätter ‚nur‘ noch das Weiß mit wenigen Buntfarben und Kohlestrichen – ein Zeichen höchster Meisterschaft“, meinen die Grabmayr-Spezialisten Robert Fleck und Caro Wiesauer dazu.

Sonderausstellungen 2021:

Irene Andessner
Die Galerie Ruberl zeigt eine Sonderpräsentation von Arbeiten von Irene Andessner.
In ihrem Werk tritt seit Mitte der 1990er Jahre die Selbstinszenierung mit Rollenspiel an die Stelle des gemalten Selbstporträts – gefilmt auf VHS und fotografiert auf Polaroid-Film, der als Unikatbildmedium der Malerei am Nächsten kommt. Es entstehen „Nachbilder“ von künstlerischen Vorbildern, wie etwa Andy Warhol, den sie sich mit der Nachinszenierung seines berühmten Polaroid-Selbstporträts angeeignet hat. Über hundert verschiedene Rollen leben mittlerweile in der Künstlerin. Sie hat sie für ihre Arbeit in sich archiviert, für die Betrachtenden bewahrt und durch Malerei, Fotografie, Video und Performance eindringlich sichtbar und erfahrbar gemacht. 

Valentin Oman
Die Galerie bei der Albertina ▪ Zetter setzt dem großen Maler Valentin Oman einen Schwerpunkt: „So vieles ist über Valentin Oman bereits gesagt und verschriftlicht worden, besonders viel auf Slowenisch und auf Deutsch, seinen beiden Muttersprachen. Er hat überall ausgestellt – lange Zeit in Kärnten, ob seiner politischen, menschlichen, Haltung nicht – wird überall gesammelt, hat vieles ausprobiert und landete längst auf einem anerkannten Platz am Kunstfirmament. Was könnte man alledem hinzufügen?
Valentin Oman ist wohl nicht gerade jemand, der unnötig hinzufügen würde. Eher lässt er noch etwas aus, deutet lieber an, als eindeutig zu übertreiben. Er fügte bereits vielen öffentlichen Plätzen Kunstwerke hinzu – immer wirkt es jedoch so, als hätte er sie direkt vor Ort ausgegraben, gefunden und nur einfach richtig gesehen und platziert. Seine menschlichen Silhouetten scheinen eben nicht genuin aus ihm herauszukommen. Sie sind keine Fremdkörper, die er in die Welt setzt, vielmehr sind es womöglich unzählige menschliche Figuren, die bereits durch seine Hände und Gedanken gewandert sind und durch ihn hindurch passieren. Vielleicht waren sie alle schon einmal vor Ort und werden nur durch ihn sicht- und spürbar?“ So ein Auszug aus „Der Mensch im Menschen – Gedanken zu Valentin Oman“ von Markus Waitschacher.

Signierstunde Valentin Oman
3. November 2021, 18.30 Uhr, ART&ANTIQUEHOFBURG Vienna
Der Künstler signiert sein neues Buch:
„Valentin Oman. Interventionen im öffentlichen und sakralen Raum / Posegi v javnem in sakralnem prostoru / Interventions in public and sacred space“
 
Mit Vorworten von Christine Wetzlinger-Grundnig und Boris Podrecca, Werkbeschreibungen: Christine Wetzlinger-Grundnig, Fotos: Ferdinand Neumüller et al., Redaktion: Elisabeth Oman, Buchgestaltung: Leopold Šikoronja
Erschienen im Hermagoras Verlag / Mohorjeva založba, Klagenfurt/Celovec–Ljubljana/Laibach–Wien/Dunaj, 2020, 240 Seiten, 23,5 x 31,5 cm, durchgehender Farbdruck
Hardcover, Prägedruck, ISBN 978-3-7086-1090-0
Verkaufspreis: € 60,-

Kurt Absolon
Die Galerie Maier präsentiert auf der ART&ANTIQUE erstmalig in Wien das 2021 fertiggestellte Werkverzeichnis von Kurt Absolon und widmet ihm dazu eine eigene Sonderpräsentation. Matthias Boeckl wird dabei über diesen bedeutenden Vertreter der klassischen Moderne Österreichs sprechen.
Kurt Absolon wurde 1925 in Wien geboren und starb mit nur 33 Jahren bei einem Autounfall.  Möglicherweise waren es die Entbehrungen der Zeit, die Absolon, der von Robin Christian Andersen und Herbert Boeckl unterrichtet wurde, zu seinem einmaligen, tiefschürfenden und fundamentalen Werk veranlassten.
Neben seinem künstlerischen Schaffen arbeitete Absolon zur Existenzsicherung als Hilfsarbeiter etwa beim Wiederaufbau des Wiener Westbahnhofs.
Beeindruckend im Werk Kurt Absolons ist die vorwiegende Konzentration auf die Tuschezeichnung, welche oftmals durch eine partielle Lavur eine dezente „Farbigkeit“ erhält. Aquarelle und wenige Ölbilder bereichern sein Œuvre darüber hinaus. Bereits zu Lebzeiten wurde sein Werk geschätzt und in der Albertina, im Tiroler Kunstpavillon in Innsbruck, im heutigen Wien Museum oder im Rupertinum in Salzburg ausgestellt.

Harald Scheicher
Die Galerie Magnet widmet Harald Scheicher eine Sonderschau: „Was mich überdies beeindruckt, ist der durch keine akademische Ausbildung verbogene, unmittelbar sinnlich erfassende Zugang des Malers zu seinen Motiven. Da wir beide Mediziner sind, muss ich im Verfolgen seines konsequenten Weges manchmal auch an meine eigene Jugend denken, an die ungestüme Begeisterung für große Malerei, die mich plötzlich beim ersten Besuch des Kunsthistorischen Museums überfiel und mich zeitlebens nicht mehr losließ“, schrieb Rudolf Leopold 2009 über Harald Schleicher, von dem der große Sammler über 30 Arbeiten in seinen Besitz brachte. Seit 1987 ist Scheicher praktischer Kassenarzt in Völkermarkt. Angeregt durch seinen Großvater Werner Berg fand er schon in seiner Schulzeit ausgiebig Zeit zum Malen. In fünf Jahrzehnten entstanden so über 1700 Ölbilder. Seit Mitte der 1980er Jahre steht die Landschaft im Zentrum des malerischen Schaffens, ausschließlich im Freien, direkt vor dem Motiv, in prozesshafter Auseinandersetzung mit dem Seheindruck.
Von Zell Pfarre über das Jauntal mit der Drau und seinen Seen bis Diex und Bleiburg schildert der Maler immer wieder seine nähere Region, deren Nebeneinander von hohen Bergen und weiten Talflächen, von Gebirgsbächen und Badeseen nahezu unerschöpfliche Bildmotive bietet.

Ausstellerinnen und Aussteller der ART&ANTIQUE HOFBURG Vienna 2021

Galerie bei der Albertina ▪ Zetter
Galerie ARTECONT
Christoph Bacher Archäologie Ancient Art
Brenske Gallery
Galerie Alessandro Casciaro
Galerie Czaak
Galerie Darya
FLORIAN KOLHAMMER - art since the turn of the 20th century
Kunsthandel Freller
Galerie Frey Wien
Kunsthandel Giese & Schweiger
Galerie Haas & Gschwandtner
Kaiblinger- Galerie & Kunsthandel
A.E. Köchert Juweliere
Galerie Kovacek & Zetter
KOVACEK SPIEGELGASSE GEMÄLDE GLAS
Kunsthandel Michael Kraut
Lilly's Contemporary Art Exclusive Antiques
Galerie 422 Margund Lössl
Galerie Magnet
Galerie Maier
Moskat Walter Kunst u. Antiquitäten
Kunsthandel Nikolaus Kolhammer
Galerie Reinisch Contemporary
Kunsthandel Natalia Riedl
Galerie Ruberl
Runge Kunsthandel
Gallery Sikabonyi
Smolka Contemporary
Kunsthandel Stock
Kunsthandel Markus Strassner
Suppan Fine Arts
Galerie Elisabeth & Klaus Thoman
Galerie Zimmermann Kratochwill


Sponsoren und Partner:
Uniqa, Aston Martin Vienna, Osterfestspiele Salzburg, Kattus, Vöslauer, Nägele&Strubell

52. ART&ANTQUE HOFBURG Vienna
4. bis 8. November 2021
Do. - So., 10 - 19 Uhr
Mo., 10 - 18 Uhr

Eintrittspreise
€ 13,- Tageskarte
€ 10,- für Gruppen ab 10 Personen/pro Person
Gratis Eintritt für SchülerInnen, StudentInnen (mit Ausweis bis 27 Jahre)

Tickets unter:  https://www.artantique-hofburg.at/besucher/tickets

Die ART&ANTIQUE findet selbstverständlich unter Einhaltung der gesetzlichen COVID-19-Vorgaben statt.

Wir bedanken uns bei allen Partnern & Sponsoren!

Trauer um KommR Gerd A. Hoffmann

Trauer um KommR Gerd A. Hoffmann: Der erfolgreiche Messeveranstalter verstarb nach längerer Krankheit an einem Krebsleiden. Die österreichische Messeszene verliert damit eine Persönlichkeit, die mit visionärem Denken und Handeln eine Vielzahl von österreichischen und internationalen Fach- und Publikumsmessen, wie die VieVinum und Art&Antique zum Maßstab ihrer Branchen machte und dem Messestandort Österreich zu großem Ansehen verhalf.
 
Ohne ihn würde das österreichische Messewesen heute vermutlich anders aussehen. Gerd Hoffmann war über Jahrzehnte ein wichtiger Motor und innovativer Geist im Veranstaltungsbusiness. Aufgrund seines weltoffenen Zugangs, seiner Begeisterungsfähigkeit und der Gabe, große Visionen umzusetzen, genoss er in allen Branchen großen Respekt. Selbst von den direktesten Mitbewerbern wurde er geschätzt, auch aufgrund eines auf Fairness beruhenden Unternehmerstils. Für seine Verdienste erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Würdigungen, unter anderem den Bacchus-Preis des Weinbauverbands für besondere Verdienste für den österreichischen Wein.
 
Gerd Hoffmann startete 1994 mit der Organisation neuer Messeformate, die Branchen wie Kunst, Design, Schmuck und Wein in Aufbruchsstimmung versetzten. Seine Leuchtturmprojekte waren – und sind noch heute – die Art&Antique in Salzburg und Wien sowie die Weinfachmesse VieVinum in der Wiener Hofburg, welche er gemeinsam mit seiner Tochter Mag. Alexandra Graski-Hoffmann und der Österreich Wein Marketing aus der Taufe hob. Die VieVinum sollte zum Schaufenster und Markenzeichen für den bemerkenswerten Aufstieg der österreichischen Weinwirtschaft werden.
 
Bereits als Sängerknabe zeigte Gerd Hoffmann einen ausgeprägten Sinn für Kunst und Kultur. Zahlreiche Tourneen führten ihn als junger Mensch rund um den Erdball und weckten sein Interesse an fremden Kulturen und Sprachen. Sein Berufsleben startete er mit Engagements in Brüssel als Volontär bei der Weltausstellung und in den USA, wo er einige Jahre als Verkaufsrepräsentant eines Reiseunternehmens tätig war. Zurück in Österreich machte er sich 1969 mit der „ARGE für Fachausstellungen“ selbstständig und begann verschiedenste Formate u.a. die Niki Lauda Show oder die Jaspowa – Jagd & Sportwaffenmesse, die noch heute erfolgreich von Reed Österreich veranstaltet wird, auszurichten – dies zu einer Zeit, als Messen dieser Art in Österreich eine absolute Neuheit darstellten. Nach dem Verkauf seines Unternehmens an die Wiener Messen AG oblag ihm dort die Vorstandsposition für Verkauf, Werbung sowie Marketing und er wurde wenig später zum Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens berufen. Unter seiner Leitung wurde 1986 erstmals die „Vinova“ durchgeführt, die erste Weinmesse im deutschsprachigen Raum. 1994 folgte mit der Gründung von M.A.C. Hoffmann die Rückkehr zur Selbstständigkeit. Diesmal als Familienunternehmen mit seiner Ehefrau Renate Hoffmann sowie seiner Tochter Mag. Alexandra Graski-Hoffmann, welche die gemeinsam installierten Messen Art&Antique und VieVinum erfolgreich weiterführt. Viele AusstellerInnen zählen zu seinem engsten Freundeskreis. Seine Liebe zum Wein und zur Kulinarik, zur edlen Kunst und zu Jagdgesellschaften hat er leidenschaftlich gelebt.
 
Gerd Hoffmann war aber nicht nur ein erfolgreicher Manager. Er war auch eine überaus gewinnende Persönlichkeit. Er strahlte eine durch nichts zu erschütternde, innere Ruhe aus, selbst die Diagnose Krebs, der er sich vor Jahren stellen musste, änderte daran nichts. Lange Zeit kämpfte er gegen das Leiden tapfer an, eine Zeit lang auch mit Erfolg. Das rang vielen, die ihn näher kannten, Bewunderung und tiefen Respekt ab. „Es ist, wie es ist.“ So hat er mit einem Lächeln im Gesicht den Lauf des Lebens akzeptiert.
Am Freitag, den 9. Juli 2021 hat Gerd Hoffmann diesen Kampf verloren. Sein Erbe aber wird weiterleben.

FINE ART Kurhaus Baden-Baden

Die „FINE ART Kurhaus Baden-Baden“ findet erstmals von 29. März bis 1. April 2013, parallel zu den neuen Osterfestspielen der Berliner Philharmoniker, in der traditionsreichen Stadt in Baden-Württemberg statt.

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