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Presse

Sekt Austria bittet an die Bar

Hinein ins große Sektvergnügen! Bei It’s Sekt o’clock! am 17. Oktober laden mehr als 30 der besten österreichischen Sekthersteller:innen zum näheren Kennenlernen von Sekt Austria ein.

Sekt Austria: Das erwartet Sie

Mit Beginn dieses Jahres definierten die österreichischen Sekthersteller eine neue Premiumkategorie: Sekt Austria. Diese Bezeichnung ist ausschließlich österreichischem Sekt geschützten Ursprungs (g.U.) vorbehalten und umfasst drei Kategorien: Sekt Austria als frisch-fruchtiger Einstiegssekt sowie Sekt Austria Reserve und Sekt Austria Große Reserve, die durch eine längere Lagerung auf der Hefe zunehmend auch Weißbrot- und Briochearomen aufweisen.
 

 

Klingende Namen und prickelnde Klänge

Wenn sich am 17. Oktober mehr als 30 der besten österreichischen Sekthersteller zur großen Jahresshow von Sekt Austria versammeln, kann sich das Line-up sehen lassen. Große und etablierte Namen sind ebenso vertreten wie zahlreiche Newcomer auf der Bühne des feinen Prickelns – kulinarisch und musikalisch hochkarätig in Szene gesetzt.
Am besten gleich das Ticket sichern!

Die ersten beiden Stunden ab 14 Uhr sind Fachbesucher:innen vorbehalten, welche das breite Sortiment der ausstellenden Sektproduzenten im Rahmen einer Tischpräsentation vertiefend verkosten können, gefolgt von einem kurzen Festakt und einem orchestrierten Foodpairing. Für private Sektliebhaber:innen schlägt ab 17:30 Uhr die Stunde des prickelnden After-Work-Clubbings mit großer Sekt Austria Bar sowie Live-Cooking mit 4-Gang-Menü. Unvergessliche Partystimmung garantiert dazu die Kultband The Bad Powells, bekannt für ihre mitreißende Show und schrillen Outfits. Wer kann, ist bereits um 17:30 Uhr zur Stelle, wenn Sekt Austria-Botschafterin Kristina Sprenger das After Work mit einem musikalischen Live-Act eröffnet.

Fachlich anspruchsvoll bis fröhlich ausgelassen

Ein vielfältiges Programm, bei dem sich Sekt Austria mit seinen drei Kategorien Sekt Austria, Sekt Austria Reserve und Sekt Austria Große Reserve vielfältig kennenlernen und genießen lässt – von fachlich anspruchsvoll bis fröhlich ausgelassen.
 
Der 22. Oktober ist der offizielle Sekt Austria Tag des österreichischen Sekts. Diesen begehen die Hersteller bereits am Wochenende davor mit individuellen Programmen in ihren Kellern und Betrieben.

Vorschau auf die ausstellenden Sekthersteller von It's Sekt o'clock!

  • A-Nobis Sektkellerei Norbert Szigeti - Zurndorf
  • Weingut Bründlmayer - Langenlois
  • Weingut Buchegger - Dross
  • Erzherzog Johann Weine - Ehrenhausen
  • Weingut Fuhrgassl-Huber - Wien
  • Schloss Gobelsburg - Gobelsburg
  • Weingut Gollenz - Tieschen
  • Graf Hardegg - Seefeld-Kadolz
  • Weingut Harkamp - Leibnitz
  • Christina Hugl | Sekt & Pet-Nat - Langenlois
  • Weingut Jurtschitsch - Langenlois
  • Kultur Weingut Kästenburg - Ratsch an der Weinstraße
  • Johann Kattus Sektkellerei - Wien
  • Weingut Krispel - Straden
  • NÖ Landesweingüter Hollabrunn-Krems-Mistelbach-Retz - St. Pölten
  • Weingut Langmann - St.Stefan/Stainz
  • Hofkellerei des Fürsten von Liechtenstein - Wilfersdorf
  • Weingut Loimer - Langenlois
  • Weingut Malat - Furth bei Göttweig
  • Schlossweingut Souveräner Malteser-Ritter-Orden - Mailberg
  • Weingut Mayer am Pfarrplatz - Wien
  • Weingut Polz - Strass in der Steiermark
  • Weingut Regele - Ehrenhausen
  • Schlumberger Wein- und Sektkellerei - Wien
  • Weingut Steininger - Langenlois
  • Weingut Stift Klosterneuburg - Klosterneuburg
  • Sektkellerei Szigeti - Gols
  • Weingut Johann Topf - Strass im Strassertal
  • Weinviertler Sektmanufaktur - Stützenhofen
  • Weingut Zuschmann-Schöfmann - Martinsdorf

Zu den Sekthersteller:innen

Auf einen Blick

„It’s Sekt o’clock!“

Wo: HOFBURG Vienna
Wann: 17. Oktober 2022

FÜR PRESSE UND FACHBESUCHER:INNEN
ab 14:00 Uhr Tischpräsentation als Fokusverkostung,
Pressegespräch, Sekt-Kulinarik-Battle/Food-Pairing
Registrierung als Fachbesucher

FÜR PRIVATE SEKTLIEBHABER:INNEN
ab 17:30-22:00 Uhr After Work
mit Sekt Austria Bar, Live-Cooking-Station und Live-Musik
21:00 Uhr Einlassstopp

Tickets:
-> MAGNUM – für Fachbesucher:innen (nach Registrierung) à € 35,-
gültig von 14:00 bis 22:00 Uhr

-> IMPERIAL für private Sektliebhaber:innen à € 55,-
gültig von 17:30 bis 22:00 Uhr

-> PICCOLO – für Nachtschwärmer à € 20,-
gültig ab 20:30 bis 22:00 Uhr


Presseakkreditierung: 
Unter werk@grosswerk.com mit schriftlichem Nachweis über die aktive weinjournalistische Tätigkeit (namentliche Erwähnung im Impressum des Mediums zu einem Weinartikel, dessen Veröffentlichung nicht länger als sechs Monate zurückliegt).

www.oesterreichsekt.at

Die Sonderausstellung F

Die Sonderausstellung F, kuratiert von Ema Kaiser-Brandstätter und Sophia Vonier, zieht mit der ART VIENNA nach Schönbrunn. Die Sichtbarkeit der zwölf ausgewählten Künstlerinnen wird zum zentralen Thema der Präsentation.

Die Konstruktion und Dekonstruktion von Geschlecht anhand der Körpersprache, der physischen Präsenz oder der Abwesenheit des Körpers bzw. dessen Ersetzen durch einen Platzhalter, ist auch im aktuellen Kunstgeschehen zentrales Thema zahlreicher Künstlerinnen. Die körperliche Präsenz - eine starke weibliche Körperlichkeit - die über den ästhetischen Wert hinaus als politisches Statement wirkt, und so auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam macht, soll den Besucherinnen und Besuchern der ART VIENNA neue und positive Blickwinkel auf zeitgenössische, feministische Arbeiten anbieten.

Julia Avramidis

Julia Avramidis wurde als Tochter des griechisch-österreichischen Bildhauers Joannis Avramidis und der Bildhauerin Annemarie Avramidis geboren. Studierte Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Wolfgang Hollegha, Betriebs- und Wirtschaftslehre und Jura in München und Wien. Ihre Bilder sind nie abschließend erklärbar, es gibt keine einfache Auflösbarkeit für ihre Rätsel und Geheimnisse.

ONA B.

ONA B. zählt als Mitgründerin der Gruppe DIE DAMEN zur feministischen Avantgarde. Ein Markenzeichen ist ihr federleichter, hintergründiger Humor. Seit den 1980er Jahren bearbeitet sie, solo und in diversen kollaborativen Konstellationen, transmedial poetische und gesellschaftsreflektive Inhalte.

Kata Oelschlägel

Die Künstlerin Kata Oelschlägel knüpft in ihren Werken an den Wiener Aktionismus der 60er und 70er Jahre an und transferiert diesen in moderne Formen. Wenn auch die radikale Vorgehensweise der Wegbereiter jener Bewegung von unabdingbarer Wichtigkeit war, um den Damm des gesellschaftlichen Schweigens zu brechen, so kommt sie in ihrer künstlerischen Arbeit nicht umhin, zu erkennen, dass ein modern gedachter Wiener Aktionismus der Versöhnung verpflichtet ist.

Teresa Grandits

Teresa Grandits transferiert in ihrem Schaffen Gegebenheiten der Gegenwart in einen ironischen, künstlerischen Kommentar und setzt dadurch sozial relevante Themen in den Kunstkontext. Die Künstlerin arbeitet interdisziplinär, schafft konzeptionelle Kunstwerke und fokussiert sich auf Skulpturen, Digitale Prints und Textile Kunst.

Clara Khevenhüller

Clara Khevenhüller, 1990 in Madrid geboren, lebt und arbeitet in Wien. 2015 graduierte sie von der Parsons Universität in Paris, wo sie bildende Kunst studierte. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt auf Malerei, insbesondere einer wahrheitsgetreuen Darstellung von Volumen und Flächen.

Johanna Binder

Die Salzburger Künstlerin Johanna Binder (*1985 in Salzburg) arbeitet mit den Medien Installation, Malerei, Skulptur und Film. In ihrer Videoinstallation „Dancing with the Stars“, die Teil der Sonderausstellung der ART VIENNA ist, tanzt die Künstlerin auf und vor Portraits berühmter Künstlerinnen und Künstler. Sie schreibt sich so selbst in die Kunstgeschichte ein, macht die Portraitierten zu Mitwirkenden ihrer Arbeit.

Soli Kiani

Die iranisch-österreichische Künstlerin Soli Kiani (*1981 in Shiraz, lebt und arbeitet in Wien) macht in ihren Malereien, Fotografien und Skulpturen Missstände im Iran sichtbar. Die Künstlerin verarbeitet in ihren Werken ihr Aufwachsen im Iran und thematisiert Menschenrechtsverletzungen und die Ungleichheit von Frauen und Männern. In ihren zarten aktivistischen Arbeiten steht ihr eigener Körper bzw. Stellvertreter ebendessen im Zentrum.

Ina Loitzl

Ina Loitzl (*1972 in Klagenfurt) ist eine österreichische Video- und Textilkünstlerin. Im Fokus ihrer Arbeit steht ihr eigener weiblicher Körper. Die Arbeit „KUNSTBOXEN“, die auf der ART VIENNA präsentiert wird beschäftigt sich mit den ewigen Kampf von Künstlerinnen, zu den selben Bedingungen arbeiten zu können wie die männlichen Kollegen. Sie wählt dafür das Sinnbild des Boxkampfes, in dem sie selbst zur Siegerin wird.

Elisabeth Schmirl

Elisabeth Schmirls (*1980 in Salzburg) künstlerische Praxis besteht seit einigen Jahren in aufwändigen Archivrecherchen. Die Künstlerin gräbt wie eine Archäologin in offen zugänglichen Fotoarchiven und spürt so unserer unmittelbaren Vergangenheit nach.

Sophia Süßmilch

Die Malerin und Performancekünstlerin Sophia Süßmilch (*1983 in München) inszeniert in ihren Performances und Fotografien ihren eigenen nackten Körper in Situationen, die auf den ersten Blick humoristisch scheinen. Doch der Humor, der in den Arbeiten der Künstlerin mitschwingt soll uns - wie in der Satire üblich - auf gesellschaftliche Probleme verweisen.

ART VIENNA
Orangerie Schönbrunn
16. – 18. September 2022
Tägl. 11:00 bis 19:00 Uhr

www.artvienna.org

ART VIENNA 2022 - Ein Rundgang

ART VIENNA SCHÖNBRUNN 2022
16. – 18. September 2022

Neuer Ort, neue Perspektiven: Die ART VIENNA zieht nach Schönbrunn und macht die herrliche Orangerie und den Garten davor erstmals zum Paradies für Kunstfreunde. Mit ihren großen Fenstern, ihrer Höhe und Weitläufigkeit verwandelt sich der historische Ort für drei Tage zum stimmigsten Kunstplatz Wiens. Zum Gewächshaus der besonderen Art, in der große Klassiker, wie der kraftvoll gestische Arnulf Rainer, Marina Abramovic und Ulay, mit dem Triptychon „Anima Mundi“, oder Sam Havadtoy und sein poppiger Bugs Bunny in der Spätsommersonne glänzen. Eingebettet sind sie in viel junge, frische Kunst, die im idealen Rahmen aufblühen kann.
Der Garten vor der Orangerie verwandelt sich dazu in einen temporären Skulpturenpark, unter anderem mit einer Oskar Höfinger gewidmeten Sonderschau.

Die von Ema Kaiser-Brandstätter und Sophia Vonier kuratierte Sonderausstellung F möchte anhand von 12 ausgewählten Künstlerinnen den Besucherinnen und Besuchern der ART VIENNA neue und positive Blickwinkel auf zeitgenössische, feministische Arbeiten anbieten. Wiens jüngstes Kunstjuwel zeigt viele spannende Facetten, die man nicht versäumen darf!

Ein Rundgang:

Das Leder ist rund, die Kunst bunt

Farbenfrohe Lebensfreude, poppige Heiterkeit und hinterlistige Comic-Lust: Die Kunst darf durchaus salopp, aber stringent Themen und Dinge zeigen und spürbar werden lassen. Alles ist möglich: Hinter scheinbar Heiterem droht Unheimliches, und Monströses wird plötzlich liebenswert.

Kún Kelemen Fine Arts

„Eh...What's up, doc?“ lautet der Slogan des berühmtesten Zeichentrick-Hasen Bugs Bunny. Ein schlauer und hinterlistiger Zeitgenosse, der in seiner schnoddrigen Art alle hinters Licht führt. Doch er bleibt dabei cool. So cool, wie ihn Sam Havadtoy als “Bugs Bunny in Buddha position“, in Bronze, Acryl und Goldstaub, 2018 als 62 Zentimeter große Statue verewigt hat. Havadtoy ließ auch schon Goofy am Trapez schwingen und andere Comic-Berühmtheiten eine poppige Statur einnehmen lassen. Immerhin war der 1952 in London als Sohn einer ungarischen Familie geborene Künstler mit Pop-Größen wie Yoko Ono, John Lennon, David Bowie, Andy Warhol, Keith Haring, George Condo und Donald Baechler eng befreundet..

Galerie Heimo Bachlechner

„Ich will der Welt kein politisches Statement geben. Mir geht es um Ästhetik“, meint Mario Dalpra und die Galerie Heimo Bachlechner aus Graz untermauert dieses Statement mit einigen seiner biomorphen Skulpturen, die beim Betrachten durchaus beste Laune verbreiten können. So auch “The Optimist“, ein aus patinierter Bronze hergestelltes Unikat, das ein wenig an ein zu groß gewordenes Virus erinnert. Das Credo des in Feldkirch geborenen, in Wien und Indien lebende Dalpra lautet: „Die Freiheit der Kunst, dem Betrachter ohne Zwang der Konzeption und Installation ein reines individuelles und kollektives Kunsterlebnis zu ermöglichen, das losgelöst von der Diktion des Kunstmarktes und einer kunstwissenschaftlichen Interpretation ist.“

Kunsthandel Stock

Ein Monster muss nicht böse sein. Vor allem nicht, wenn es so hinreißend von Niki de Saint-Phalle erfunden wurde, wie jenes in einer Farblithographie von 1995. Grummelig und harmlos sitzt „Le monstre“ jetzt bei Kunsthandel Stock und wird fröhlich von kleinen Menschlein, die keine Angst zu haben scheinen, umarmt, geknuddelt und bekrabbelt. Wen wundert’s, hält das Monster doch selbst ein paar bunte Luftballons in seiner Pranke. „Ich war eine zornige junge Frau“ und „ich wurde Künstlerin, weil es für mich keine Alternative gab“, meinte Niki de Saint-Phalle einmal und kam zu dem Punkt: „Ich umarmte die Kunst als Erlösung und Notwendigkeit.“

Galerie Ursula Stross

„Comics halte ich für ganz große und bedeutende Kunst“, sagt Gottfried Helnwein und liebt dabei vor allem die Bewohner von Disneys Entenhausen, die er in verschiedenen Werkphasen immer wieder in seiner Kunst auftauchen lässt. Es ist auch eine Reminiszenz an seine Kindheit, in der ihm das bunte Leben von Mickey Mouse und Donald Duck eine befreiende Gegenwelt zum tristen Nachkriegsösterreich war. Doch ganz so harmlos ist die Welt der Comics bei Helnwein nicht. Seine “Magenta Mouse“, 2020, Öl auf Leinwand, bei der Galerie Ursula Stross aus Graz, fletscht bedrohlich die Zähne und scheint eine gute Portion Monster hinter ihrer Rosa Fassade zu verstecken.

Galerie Trapp

Nur auf den ersten Blick fröhlich bunt, ist der Comic-Zauber in Michaela Konrads ”Can This Be Tomorrow? (Tomorrow)”, 2017/2018, einer Offset-Lithographie, 60 x 42,6 cm groß. Inspiriert wurde sie zu dieser, von der Salzburger Galerie Trapp präsentierten, Arbeit, die Teil einer Serie ist, von Fantasten wie Aldous Huxley, George Orwell oder Phillip K. Dick. Die Künstlerin kreiert darin eine vergangene Vision aktueller Ereignisse. Konrads Stil orientiert sich an der Pop-Art und der Ästhetik amerikanischer Comic-Kunst der 1950er und 60er Jahre. Plakative Farben und die für Comics typischen schwarzen Umrisslinien prägen diese Arbeiten. “Far more real than reality“ steht auf dem Blatt, das mit der entsprechenden App gescannt auch in Augmented Reality, also in virtueller Dreidimensionalität, zu erleben ist.

Lilly’s Art

Wer hätte das gedacht: In den 1980er Jahren ergriff Disneys Goofy das “Soccer-Fever“ und auch Mickey Mouse hat man schon trippeln gesehen. Um den wohl beliebtesten Breitensport kommt wohl keiner herum. Auch der im heurigen März im Alter von 86 Jahren verstorbene, österreichische Bildhauer Oskar Höfinger nicht. Bei ihm ist das Leder allerdings eckig. Denn nur ein paar Kuben hat der im öffentlichen wie im privaten Bereich erfolgreiche Bildhauer benötigt, um 1997 einen dynamischen Stürmer aus patinierter Bronze entstehen zu lassen. Mit Lilly Setzer und Kristian Scheed verband ihn eine mehr als 35-jährige Freundschaft. Ihm ist daher eine Einzel-Ausstellung bei Lilly’s Art gewidmet, mit der sein Schaffen bei der ART VIENNA in der Orangerie sowie im angrenzenden ART VIENNA GARDEN präsentiert wird.

Form, die Vielfalt ihrer Abstraktion

Das runde ins Eckige ist das Ziel beim Fußball. Dass es in der Kunst dann doch etwas weniger eindeutig zugeht, zeigen die folgenden Beispiele. Dabei steht die Frage der Abstraktionsart und des -grades im Fokus. Von kreisrund oder eckig bis monumental, überfließend und schwebend, bis zerknüllt, gemalt, gesägt und gegossen.

AIC Gallery

Als „Zentralformen“ bezeichnet Robert Schaberl seine Bilder von bis zu 3 Meter Durchmesser, die auf dem Stand der AIC Gallery zu erleben sind: „Der Kreis ist eine Form, die sich aus dem Schwung des Pinsels ergibt und magnetisch und meditativ zugleich wirkt“, sagt Schaberl. Er erklärt außerdem: „Wenn Licht auf die Interferenzpigmente trifft, wird das ,weiße‘ Licht – wie bei einem Prisma – in farbiges Licht aufgespalten. Je nach Pigment wird nur eine spezifische Lichtwelle reflektiert, zum Beispiel grünes oder blaues Licht. Je nach Betrachtungsposition verändert sich die Farbe, die man am Bild wahrnimmt. So entsteht eine changierende Farbfläche, die meine Bilder total lebendig macht.“

Galerie Hrobsky

Holz, bevorzugt Platane und Pappel, ist das Material, mit dem der Bildhauer Armin Göhringer arbeitet. Seine Formensprache ist abstrakt. Nach einer kleinen Skizze und ein paar Markierungen auf dem Holzblock wirft er die Kettensäge an und arbeitet komplizierte Konstrukte aus senkrechten und horizontalen Linien, mit Leerstellen und Freiräumen aus dem Holz. „Mit den Skulpturen entsteht eine Simulation, eine Metapher meiner empfundenen Wirklichkeit. Nicht im Computer wie es modern wäre, sondern mit Holz, schwer, biegsam, kompakt und geruchsintensiv, eben mit einem Werkstoff, den alle kennen und der intuitiv verstanden wird. Gezeigt werden reduzierte, einfache Lösungen, dabei riskante und doch stabile Gebilde. Es ist ein Ausloten der Grenzen und ein Aufruf zur Balance und Achtsamkeit“, sagt Armin Göhringer, dessen Arbeiten die Galerie Hrobsky in Schönbrunn präsentiert.

Smolka Contemporary

Als Bildhauer, Grafiker und Medienkünstler zählt der in Lunz am See geborene Hans Kupelwieser zu den vielseitigsten Künstlern Österreichs, der auch international gefragt ist. Die Fotografie stand in seinem Schaffen am Beginn, die Skulptur kam erst später dazu. Über die Arbeit in Fabriken und Produktionsbetrieben begann er sich künstlerisch und skulptural auch mit Metallen zu beschäftigen. „Bei seinen Arbeitsprozessen geht es um die Erweiterung von Gattungsgrenzen und das Ausloten technischer Möglichkeiten“ sagt Andreas Hoffer, der in der Kunsthalle Krems eine bis Ende Oktober laufende Schau kuratiert hat. Im neuen Heidi Horten-Museum hat Kupelwieser dem „Tearoom“ einen geradezu samtig anmutenden Deckenspiegel aus gefaltetem, rot eloxiertem Aluminium verpasst. Aus rotem Aluminium ist auch eine damit korrespondierende Arbeit, die auf dem Stand von Smolka Contemporary zu sehen ist.

Grubeck Contemporary

Abstrakt arbeitet Olivia Kaiser. Das zeigt sich in ihren farbenprächtigen Bildern, die ein starkes Zeichen einer intensiven und wissenden Auseinandersetzung mit Malerei sind, weiß man bei Grubeck Contemporary. Dort zeigt man ihre Gemälde neben Arbeiten von Michaela Schwarz-Weismann.
Olivia Kaiser "bedient sich fein abgestimmter, teils schroff nebeneinander platzierter abstrakter Anordnungen um Beziehungen herzustellen, auszuloten, dabei Malerei als Solche zu hinterfragen, ihre Geschichte, ihre Tradition. Anklänge an die Avantgarde des vorigen Jahrhunderts sind deutlich, werden zeitgenössisch analysiert und mit starker malerischer Stimme durchaus erzählend ins Heute transferiert. Literarische und philosophische Einflüsse erhöhen noch die Komplexität dieser Werke, die bereits international mit Größen der Amerikanischen Color Field Malerei des vorigen Jahrhunderts wie beispielsweise Helene Frankenthaler gezeigt wurden." (Zitat Alexandra Grubeck)

Galerie Reinthaler

„Textur – ist Hilfsmittel, Medium und Ausdruck. Subversiv auf Trägermaterial aufgetragen, tritt sie als grundlegendes Element meiner Arbeit auf und bezieht Stellung zu den gesetzten Fragestellungen. Ich suche nach Bildoberflächen, die unter die Haut gehen, nach menschlichen Regungen und ich begreife Textur als Abstraktion, die das Spannungsfeld des menschlichen Befindens erfahrbar machen kann.“ Das schreibt Veronika Suschnig und die Galerie Reinthaler zeigt auf der ART VIENNA die Belege dafür. Etwa mit Beispielen aus der neuen Serie „Soft Skills“, Arbeiten mit hauchzarten Gaze-Stoffen mit sich in die Abstraktion auflösenden floralen Mustern darauf und aus der Serie „Pain Pattern“, wo Suschnig unter anderem gefährlich spitze Rosendornen in unterschiedlichen Mustern und als Schriftzug auf Bildträger bringt.

Galerie Amart

Mit Antoni Tàpies, geboren 1923 in Barcelona, verstorben 2012 ebenda, und seinem „Gris sobre paper negre (Grau auf schwarzem Papier)“, 1965, signiert, Öl, Graphit auf Papier, 50 x 66,5 cm, findet dank Galerie Amart einer der Großen der Moderne und der bekannteste Informelle Spaniens nach Schönbrunn. Zu Beginn war Tàpies noch stark von der Tradition der Surrealisten geprägt und ließ sich auch von seinem Landsmann Joan Miró sowie von Paul Klee inspirieren.
Gerne wird Tàpies als großes Genie der Abstraktion gewürdigt, dennoch sah er sich selber immer entgegen der Meinung vieler Kunstkritiker nicht als abstrakten Künstler, sondern als Realist, der sein Werk als einen Versuch ansieht, die Wirklichkeit zu begreifen und sie für den Betrachter darzustellen.

W&K Wienerroither & Kohlbacher

Die Klassische antike Skulptur Griechenlands klingt immer mit, wenn man ein Werk von Joannis Avramidis sieht. So auch in seiner „Große Trias“ aus Bronze, von 1970, mit den monumentalen Maßen von 320 x 145 cm, die im ART VIENNA GARDEN dank Wienerroither & Kohlbacher beeindrucken kann.
Für diese Arbeit hat Avramidis säulenartig drei Standfiguren miteinander verschmolzen. Dabei jedoch die Figuren nur soweit abstrahiert, dass sie in ihren sanft an- und abschwellenden zylindrischen Formen an die Rundungen des menschlichen Körpers erinnern. Es ist ein besonders beeindruckendes Beispiel des großen griechisch-österreichischen Bildhauers für seine lebenslange Suche nach perfekten Formen und Rhythmen, durch eine immer wieder neu verfeinerte Reduktion und Konzentration auf das Wesentliche.

Mensch, Passion, Sehnsucht

Das Leben ist ein ewiger Kampf, das Ringen um die Kunst meistens auch. Erst recht, wenn sich die Grenzen zwischen Leben und Kunst auflösen, wie in den legendären Performances von Marina Abramovic und Ulay. Wir erleben bronzene Menschen und Gliedmaßen die sich mutig gegen das Unvermeidliche erheben und kampfbereite Farbgesten von Arnulf Rainer. Die einen Kratzen humorvoll an der Oberfläche, um in die Tiefe zu kommen, während andere melancholisch unerfüllbaren Sehnsüchten nachhängen.

Mario Mauroner Contemporary Art

Marina Abramovic und Ulay (Frank Uwe Laysiepen) arbeiteten und lebten von 1976 bis 1988 zusammen. In ihren Performances und Aktionen erhoben sie sich selbst zum Thema und erkundeten dabei physische und psychische Grenzen sowie die geschlechtsspezifische Rollenverteilung. Dabei verwischte sich die Grenze zwischen Kunst und Leben, und nicht selten gehörte es zu ihrem künstlerischen Konzept, sich realen Gefahren auszusetzen.
Die historisch bedeutende Arbeit, das Triptychon „Anima Mundi“ aus 1982-83, das Mario Mauroner Contemporary Art ausstellt, zeigt Interaktionen des Paares, die an verschiedenen Orten stattfanden und auch in Farbfotografien dokumentiert wurden. So treten die beiden beispielsweise hintereinanderliegend (er rot, sie weiß gekleidet), stehend in Tanzpose wie hier in „Standing“ (er rot, sie schwarz gekleidet) oder auch als Pietà (sie rot, er weiß gekleidet) auf.

FIVE PLUS Art Gallery

Ion Mandrescu wurde 1954 in Suceava (Rumänien) geboren und studierte am Institut der bildenden Künste „Nicolae Grigorescu“ in Bukarest. Seine Serie „Mensch, Zeit, Raum“ ist eine tiefe Meditation über den menschlichen Zustand. In seinen Bronzearbeiten zeigt er, dass die Menschen nicht in einer Sphäre oder einem Kreis gefangen sind, sondern ihr eigenes Schicksal bestimmen können. Er verwandelt verblüffend realistische Gliedmassenstudien in kraftvolle monumentale Skulpturen. So auch in „Eternity“, 2013, Bronze, 40 x 44 cm, ein Unikat, das bei FIVE PLUS Art Gallery zu entdecken ist. Die Botschaft die Mandrescus in seinen Werken ausdrücken möchte ist eine optimistische: Akzeptiere das Unvermeidliche mit Mut.

artdepot Gallery

„Meine Fotografien sind Beobachtungen, schildern jedoch das Dargestellte nicht als eine Art Dokumentation der Wirklichkeit, sondern versuchen in die Vorstellungswelt dahinter vorzudringen“, meint Erich Hörtnagl. Die Natur, so wie er sie in seinen fotografischen Arbeiten, wie etwa in „Seerosen 9 (mit rot)“, 2019, Mixed Media, 80 x 42 cm, sieht, wirkt unheimlich, seltsam mitgenommen, manipuliert und ramponiert.
Erich Hörtnagl ist als Theater- und Filmregisseur sowie Filmproduzent europaweit tätig, lebt in Schweden und in Tirol. Parallel dazu arbeitet er auch als Fotograf, Grafiker und Bildhauer. Auf der ART VIENNA wird er von der artdepot Gallery aus Innsbruck vertreten.

KUNSTHANDEL GIESE & SCHWEIGER

„Kampf“ ist der Titel eines Gemäldes von Arnulf Rainer aus der Zeit um 1981/82, Öl auf Karton auf Holzfaserplatte, 51 x 73 cm. Kunsthandel Giese & Schweiger nimmt das Werk nach Schönbrunn mit. Eine kraftvolle, große Farbgeste in Gelb überlagert darauf dünner und dynamisch zirkulierende Malspuren. „Ich wusste nicht wozu, wohin, wie lange, als ich 1952 begann, über eigene Bilder zu malen. Erst langsam, im Laufe der Jahre, entwickelten sich geschlossene schwarze Flächen oder Strichbündel, in denen ich mich selber erkannte, eintauchte und repräsentierte", schriebt Rainer 1973. Rainer versuchte dabei den Bildern zurückzugeben, was sie seiner Meinung nach Verloren hatten: Das Geheimnis. Er sieht diesen künstlerischen Akt auch nicht als „Zerstörung“, sondern als den Versuch einer „Vervollkommnung“.
 

NEUE KUNST GALLERY, Karlsruhe

Das saftig fettige Schnitzel mag noch schwer im Magen liegen, aber die rotweißrotkarierte Serviette hebt sich trotzdem ganz leicht in die Lüfte. Denn der deutsche Künstler Markus Brenner hat sie für „Gleiter Serviette“, 2021, 80 x 150 cm, Direktdruck auf Aluminium, zum Papierflieger gefaltet – und lässt sie fliegen. Markus Brenner mag es gerne paradox, überrascht und irritiert mit Humor. Er hüllt schon einmal Fische in Haute-Couture-Stoffe, macht Champagnerflaschen zur Luxuskanone oder hängt sie mit goldener Kanüle in den Infusionsständer. Sein Motto: „Vielleicht muss man ja lustvoll die Oberfläche feiern, um etwas über die Tiefe zu erfahren?“

SUPPAN

Helle Räume, freie Blicke und Wände aus Glas prägen das repräsentative Bauen seit dem Beginn der Moderne. Denesh Ghyczys sanfte Ölmalerei, wie das Gemälde „Silence“, 2022, Öl, Acryl auf Leinwand, 170 x 200 cm, bei der Galerie Suppan, spürt äußerlich beinahe impressionistisch diesem Licht nach, das inszenatorisch effektvoll auf die Böden und Wände repräsentativer Innenräume fällt. Figuren stehen inmitten dieser lichtdurchfluteten Interieurs, oft beinahe so maßstabsklein wie Caspar David Friedrich sie in seine „weltbeseelten“ Landschaften setzte. Die Arbeiten des zeitgenössischen Malers verweisen wie Friedrichs Ikonen der Romantik auf die tragisch unerfüllbare Sehnsucht nach einer Vereinigung aller Gegensätze.

Der Mensch und seine Naturen

Die Wege und Möglichkeiten Natur in die Kunst zu bringen sind viele. Die Naturen selbst können dabei ganz verschieden auffallen. Der eine malt sie, der andere verwandelt sie in etwas Neues, für weitere ist sie Raum für Inszenierung, wird selbst generiert oder es wird etwas als natürlicher Lebensraum begriffen, was mit der uns landläufig bekannten Natur gar nichts zu tun hat.

Galerie Gölles

Alois Mosbachers Bildwelt ist seit seinen Anfängen figurativ und der Bildraum ist immer „Natur“.  Nicht anders auch in seinem aktuellen Gemälde „Ghost“ von 2022, Öl auf Leinwand, 140 x 80 cm, das auf dem Stand der Galerie Gölles zu sehen ist. Und doch scheinen sich beim zweiten Blick die Formen der darauf abgebildeten Blüten geisterhaft in der Luft aufzulösen, ihre Konturen zu verlieren. „Überraschenderweise ist die Kunst Mosbachers immer persönlich, radikal individualistisch, sogar anarchistisch, unbeschränkbar willkürlich, total souverän und manisch „ichbezogen” und gleichzeitig fast „neutral”, fast indifferent, fast dinglich-objektiv. Im selben Moment ist er fähig, das Thema – als etwas Irrationales, als etwas Unerklärbares, als etwas Unberechenbares – in den Vordergrund zu stellen . . .“, wusste schon der ehemalige MUMOK-Direktor Lóránd Hegyi 1997 in einem Katalogtext.  

Galerie Jünger

Der 1968 in Ybbs geborene Martin Schrampf studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Wien beim Bildhauer Franz Xaver Ölzant und besuchte den Fotografielehrgang bei Peter Kodera. Heute ist er in beiden Medien tätig. Die Galerie Jünger präsentiert ihn mit „Mandarineneis“, 2016, Aluminium, Kunstharzlack, 110 x 67 x 55 cm, in der Orangerie Schönbrunn als Bildhauer. Über seine Skulpturen meinte Angelika Starkl: „In den Metallobjekten von Martin Schrampf werden die Kontrapunkte von Leblosem und Lebendigem sichtbar. Leblose Materie nimmt Form an, und zwar in Gestalt von organisch wirkenden Körpern. Durch den Einfluss der Hitze, durch das Biegen und Formen von starrem Material entstehen Objekte, die sich uns weich, natürlich und vertraut präsentieren, die sogar menschliche, tierische oder pflanzliche Züge annehmen, oder sich wie Blätter im Wind zu bewegen scheinen.“

Galerie Frey Wien | Salzburg

Malerische Metamorphosen erlebt man im Werk von Harding Meyer, das die Galerie Frey präsentiert: „Seit vielen Jahren nimmt der 1964 in Porto Alegre, Brasilien, geborene Harding Meyer mit einer Filmkamera Fernsehbilder auf. Er filmt Menschen vom Bildschirm ab, die zum Beispiel in Talkshows auftreten und transferiert die auf diesem Weg festgehaltenen Momentaufnahmen in Malerei. Im Allgemeinen erfahren die meistenteils porträthaften Vorlagen, die Meyer immer auch aus Printmedien, dem Internet oder aus seinem privaten Umfeld bezieht, während des Malprozesses eine Umwandlung, indem er wesentliche Details verfremdet und dadurch die Dargestellten bewusst ihrer eigentlichen Persönlichkeit beraubt. So entsteht letztendlich im vollendeten Gemälde allerlei Neues, das auf formaler und inhaltlicher Ebene weit über die zufällig vorgefundenen oder als geeignete Screenshots ausgewählten Motive hinausgeht.“ (Hartwig Knack)
 

Galerie Michaela Stock

In den 2019/20 schuf Marko Zink unter dem Titel „Ich habe dir nie etwas versprochen“ eine Serie von analogen Panoramafotografien, in denen er, wie bereits 2010 in „Im Wald: Tragödien“, mit einer Art Weltuntergangsszenario von erschreckender Zeitlosigkeit mit hybriden Kreaturen und pflanzlichen Doppeldeutigkeiten, die aktueller denn je sind, operiert.
Marko Zink inszeniert sich darin als Tierfiguren in weiten, meist öden, räudig angekränkelten Landschaften, seine Arbeiten haben performativen Charakter und thematisieren mehrschichtig die Vergänglichkeit der Existenz. Denn dazu kommt, dass das Trägermaterial, der analoge Film, vor der Belichtung gekocht wird und sich dadurch nach einiger Zeit auflöst. 

Gaudi Gallery

„A public space of one’s own”, ihren eigenen öffentlichen Raum haben sich Gustaf Elias & Jenny Esbjörnsson mit ihrer gleichnamigen Installation geschaffen, mit der sie die Gesellschaft durch eine alternative feministische Linse kommentieren wollten. Daraus entstand auch eine Dokumentation. Intention von Gustaf Elias und Jenny Esbjörnsson war damit, eine Geschichte über Feminismus, Beziehungen, Farben und Status zu kreieren. Eine Geschichte, die in Fotografien erzählt wird und sich sowohl auf die „Songs of Innocence and Experience“ des Dichters William Blake aus dem 18. Jahrhundert als auch auf Virigina Woolfs „A Room of One's Own“ aus dem 20. Jahrhundert bezieht. Zu sehen bei Gaudi Gallery.

Wonnerth Dejaco

Die wunderbare Warenwelt der Marken sind das Thema von Ellen Shafer, 1985 in Los Angeles geboren, wo sie auch lebt und arbeitet. Natürlich ist es ein kritischer, ein ironischer Blick, den sie auf die Seelenheilbringer des Kapitalismus wirft. „You don’t need Lipstick, Lipstick needs you“, schreibt sie auf Leuchttafeln oder „The bags under may eyes are designer“, wie auf der Arbeit „Shiny Happy People“ (Laughing), 2020, illuminated sign, digital print on backlit film, 38,5 x 38,5 cm, mit der sie Wonnerth Dejaco in der Orangerie vorstellt. Sie selbst berichtet über sich: „Ich wurde in ein Einkaufszentrum hineingeboren und durchquerte den Kanal zwischen den Geschäften von Macy's und JCPenney. Ich lernte, in einem Körper zu sein, indem ich mir verschiedene Pflegevorschriften aneignete. Ich übte choreografierte Bewegungen ein, die mit verschiedenen Produkten verbunden waren. Und während ich durch die endlosen Gänge der Geschäfte und die digitalisierten Symbole der Einkaufswagen wanderte, kultivierte ich meine intimste und dauerhafteste Beziehung.“

ART VIENNA - International Art Fair
16. bis 18. September 2022
täglich 11 - 19 Uhr

Orangerie Schönbrunn
Schönbrunner Schloßstraße 47
A-1130 Wien

Tageskarte: 15,00 EUR (inkl. 20% MwSt.)
Ermäßigte Tageskarte*: 12,00 EUR (inkl. 20% MwSt.)
Schüler*innen & Studierende bis 27: freier Eintritt
*Gruppen ab 10 Personen (pro Person), Pensionisten mit gültigem Pensionistenausweis

Die Aussteller 2022

  • AIC GALLERY
  • ARTDEPOT GALLERY
  • FIVE PLUS ART GALLERY
  • GALERIE AMART
  • GALERIE FREY
  • GALERIE GÖLLES
  • GALERIE HEIMO BACHLECHNER
  • GALERIE HROBSKY
  • GALERIE JÜNGER
  • GALERIE MICHAELA STOCK
  • GALERIE REINTHALER
  • GALERIE TRAPP
  • GALLERY URSULA STROSS
  • GAUDI GALLERY
  • GRUBECK CONTEMPORARY
  • KÚN KELEMEN FINE ARTS
  • KUNSTHANDEL GIESE & SCHWEIGER
  • KUNSTHANDEL STOCK
  • LILLY'S ART
  • MARIO MAURONER CONTEMPORARY ART
  • NEUE KUNST GALLERY
  • SMOLKA CONTEMPORARY
  • SUPPAN
  • WIENERROITHER & KOHLBACHER
  • WONNERTH DEJACO

„It's Sekt o’clock!“

Sekt Austria geht mit neuem Veranstaltungsformat in die Sekt-Hochsaison

Die österreichischen Sekthersteller starten am 17. Oktober 2022 in der HOFBURG Vienna ein neues Veranstaltungsformat. „It's Sekt o’clock!“ steht ganz im Zeichen von Sekt Austria und bietet nachmittags für Fachbesucher ein konzentriertes Verkosten und abends für private Sektliebhaber ein entspanntes After Work mit Live-Musik und Live-Cooking. 

Wenn die Uhr „It's Sekt o’clock!“ anzeigt, ist es Zeit, Sekt Austria zu verkosten und zu genießen. Dafür lassen die österreichischen Sekthersteller am 17. Oktober die Funken aus ihren Sektflaschen noch mehr und auch vielfältiger sprühen. Fachbesucher:innen können bereits ab 14 Uhr im Rahmen einer Tischpräsentation die Bandbreite an Sekt Austria fokussiert verkosten und haben die Möglichkeit, im Anschluss an einem Sekt- und Foodpairing teilzunehmen. Ab 17:30 Uhr sind private Sektliebhaber:innen herzlich eingeladen, beim prickelnden After Work die Sekt Austria Bar zu besuchen und ein 4-Gang-Menü zu genießen – all das bei Live-Musik, die Stimmung und Spaß verspricht. 
 


Auf einen Blick

„It’s Sekt o’clock!“

Wo: HOFBURG Vienna
Wann: 17. Oktober 2022

FÜR PRESSE UND FACHBESUCHER:INNEN

ab 14:00 Uhr Tischpräsentation als Fokusverkostung,
Pressegespräch, Sekt-Kulinarik-Battle/Food-Pairing
Registrierung als Fachbesucher

FÜR PRIVATE SEKTLIEBHABER:INNEN
ab 17:30-22:00 Uhr After Work
mit Sekt Austria Bar, Live-Cooking-Station und Live-Musik
21:00 Uhr Einlassstopp

Tickets:
-> MAGNUM – für Fachbesucher:innen (nach Registrierung) à € 35,-
gültig von 14:00 bis 22:00 Uhr

-> IMPERIAL für private Sektliebhaber:innen à € 55,-
gültig von 17:30 bis 22:00 Uhr

-> PICCOLO – für Nachtschwärmer à € 20,-
gültig ab 20:30 bis 22:00 Uhr


Presseakkreditierung: 
Unter werk@grosswerk.com mit schriftlichem Nachweis über die aktive weinjournalistische Tätigkeit (namentliche Erwähnung im Impressum des Mediums zu einem Weinartikel, dessen Veröffentlichung nicht länger als sechs Monate zurückliegt).

www.oesterreichsekt.at

ART VIENNA SCHÖNBRUNN 2022

Neuer Ort, neue Perspektiven: Die ART VIENNA zieht nach Schönbrunn und macht die herrliche Orangerie und den Garten davor erstmals zum Paradies für Kunstfreunde.

Mit ihren großen Fenstern, ihrer Höhe und Weitläufigkeit verwandelt sich der historische Ort für drei Tage zum stimmigsten Kunstplatz Wiens. Zum Gewächshaus der besonderen Art, in der große Klassiker, wie der kraftvoll gestische Arnulf Rainer, Marina Abramovic und Ulay, mit dem Triptychon „Anima Mundi“, oder Sam Havadtoy und sein poppiger Bugs Bunny in der Spätsommersonne glänzen. Eingebettet sind sie in viel junge, frische Kunst, die im idealen Rahmen aufblühen kann.

Der Garten vor der Orangerie verwandelt sich dazu in einen temporären Skulpturenpark, unter anderem mit einer Oskar Höfinger gewidmeten Sonderschau.

Die von Ema Kaiser-Brandstätter und Sophia Vonier kuratierte Sonderausstellung F möchte anhand von 12 ausgewählten Künstlerinnen den Besucherinnen und Besuchern der ART VIENNA neue und positive Blickwinkel auf zeitgenössische, feministische Arbeiten anbieten. Wiens jüngstes Kunstjuwel zeigt viele spannende Facetten, die man nicht versäumen sollte!

ART VIENNA - International Art Fair

16. bis 18. September 2022
täglich 11 - 19 Uhr
 

Orangerie Schönbrunn
Schönbrunner Schloßstraße 47
A-1130 Wien

Tageskarte: 15,00 EUR (inkl. 20% MwSt.)
Ermäßigte Tageskarte: 12,00 EUR (inkl. 20% MwSt.)

Die Aussteller 2022

  • AIC GALLERY
  • ARTDEPOT GALLERY
  • FIVE PLUS ART GALLERY
  • GALERIE AMART
  • GALERIE FREY
  • GALERIE GÖLLES
  • GALERIE HEIMO BACHLECHNER
  • GALERIE HROBSKY
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Die Künstlerinnen der Sonderausstellung F

Die Sonderausstellung F, kuratiert von Ema Kaiser-Brandstätter und Sophia Vonier, zieht mit der ART VIENNA nach Schönbrunn. Die Sichtbarkeit der zwölf ausgewählten Künstlerinnen wird zum zentralen Thema der Präsentation.

Die Konstruktion und Dekonstruktion von Geschlecht anhand der Körpersprache, der physischen Präsenz oder der Abwesenheit des Körpers bzw. dessen Ersetzen durch einen Platzhalter, ist auch im aktuellen Kunstgeschehen zentrales Thema zahlreicher Künstlerinnen. Die körperliche Präsenz - eine starke weibliche Körperlichkeit - die über den ästhetischen Wert hinaus als politisches Statement wirkt, und so auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam macht, soll den Besucherinnen und Besuchern der ART VIENNA neue und positive Blickwinkel auf zeitgenössische, feministische Arbeiten anbieten.

Julia Avramidis

Julia Avramidis wurde als Tochter des griechisch-österreichischen Bildhauers Joannis Avramidis und der Bildhauerin Annemarie Avramidis geboren. Studierte Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Wolfgang Hollegha, Betriebs- und Wirtschaftslehre und Jura in München und Wien. Ihre Bilder sind nie abschließend erklärbar, es gibt keine einfache Auflösbarkeit für ihre Rätsel und Geheimnisse.

ONA B.

ONA B. zählt als Mitgründerin der Gruppe DIE DAMEN zur feministischen Avantgarde. Ein Markenzeichen ist ihr federleichter, hintergründiger Humor. Seit den 1980er Jahren bearbeitet sie, solo und in diversen kollaborativen Konstellationen, transmedial poetische und gesellschaftsreflektive Inhalte.

Kata Oelschlägel

Die Künstlerin Kata Oelschlägel knüpft in ihren Werken an den Wiener Aktionismus der 60er und 70er Jahre an und transferiert diesen in moderne Formen. Wenn auch die radikale Vorgehensweise der Wegbereiter jener Bewegung von unabdingbarer Wichtigkeit war, um den Damm des gesellschaftlichen Schweigens zu brechen, so kommt sie in ihrer künstlerischen Arbeit nicht umhin, zu erkennen, dass ein modern gedachter Wiener Aktionismus der Versöhnung verpflichtet ist.

Teresa Grandits

Teresa Grandits transferiert in ihrem Schaffen Gegebenheiten der Gegenwart in einen ironischen, künstlerischen Kommentar und setzt dadurch sozial relevante Themen in den Kunstkontext. Die Künstlerin arbeitet interdisziplinär, schafft konzeptionelle Kunstwerke und fokussiert sich auf Skulpturen, Digitale Prints und Textile Kunst.

Clara Khevenhüller

Clara Khevenhüller, 1990 in Madrid geboren, lebt und arbeitet in Wien. 2015 graduierte sie von der Parsons Universität in Paris, wo sie bildende Kunst studierte. Ihr künstlerischer Schwerpunkt liegt auf Malerei, insbesondere einer wahrheitsgetreuen Darstellung von Volumen und Flächen.

Johanna Binder

Die Salzburger Künstlerin Johanna Binder (*1985 in Salzburg) arbeitet mit den Medien Installation, Malerei, Skulptur und Film. In ihrer Videoinstallation „Dancing with the Stars“, die Teil der Sonderausstellung der ART VIENNA ist, tanzt die Künstlerin auf und vor Portraits berühmter Künstlerinnen und Künstler. Sie schreibt sich so selbst in die Kunstgeschichte ein, macht die Portraitierten zu Mitwirkenden ihrer Arbeit.

Soli Kiani

Die iranisch-österreichische Künstlerin Soli Kiani (*1981 in Shiraz, lebt und arbeitet in Wien) macht in ihren Malereien, Fotografien und Skulpturen Missstände im Iran sichtbar. Die Künstlerin verarbeitet in ihren Werken ihr Aufwachsen im Iran und thematisiert Menschenrechtsverletzungen und die Ungleichheit von Frauen und Männern. In ihren zarten aktivistischen Arbeiten steht ihr eigener Körper bzw. Stellvertreter ebendessen im Zentrum.

Ina Loitzl

Ina Loitzl (*1972 in Klagenfurt) ist eine österreichische Video- und Textilkünstlerin. Im Fokus ihrer Arbeit steht ihr eigener weiblicher Körper. Die Arbeit „KUNSTBOXEN“, die auf der ART VIENNA präsentiert wird beschäftigt sich mit den ewigen Kampf von Künstlerinnen, zu den selben Bedingungen arbeiten zu können wie die männlichen Kollegen. Sie wählt dafür das Sinnbild des Boxkampfes, in dem sie selbst zur Siegerin wird.

Elisabeth Schmirl

Elisabeth Schmirls (*1980 in Salzburg) künstlerische Praxis besteht seit einigen Jahren in aufwändigen Archivrecherchen. Die Künstlerin gräbt wie eine Archäologin in offen zugänglichen Fotoarchiven und spürt so unserer unmittelbaren Vergangenheit nach.

Sophia Süßmilch

Die Malerin und Performancekünstlerin Sophia Süßmilch (*1983 in München) inszeniert in ihren Performances und Fotografien ihren eigenen nackten Körper in Situationen, die auf den ersten Blick humoristisch scheinen. Doch der Humor, der in den Arbeiten der Künstlerin mitschwingt soll uns - wie in der Satire üblich - auf gesellschaftliche Probleme verweisen.

Zu den Werken der Künstlerinnen der Sonderausstellung F

Erfolg für die ART&ANTIQUE Residenz Salzburg

„Der Ort macht die Musik“ sagt Stammaussteller Alexander Giese und bringt damit auf den Punkt, was die ART&ANTIQUE Residenz Salzburg im Sommer ausmacht. Soeben ging mit großem Erfolg und in bester Stimmung unter den 20 Ausstellern die 8. Ausgabe zu Ende

Für Alexander Giese geht es dabei nicht nur um die Verkaufsquote, „sondern auch um diese einzigartige Verbindung von Musik und Kunst“, die der Standort Salzburg zur Festspielzeit möglich macht: „Man spürt eine große Dankbarkeit beim Publikum, dass es dieses kulturelle Angebot in einer solchen Breite gibt.“
Messe-Chefin Alexandra Graski-Hoffmann sieht sich angesichts der erfolgreichen 8. Ausgabe bestärkt: „Aus einem Kunstevent im Residenzhof ist eine aus dem Festspielsommer nicht mehr wegzudenkende Messe gewachsen, die sich auch in herausfordernden Zeiten beweisen konnte. Das lässt uns mit Optimismus nach vorne schauen, besonders auf die ART VIENNA, die von 16. bis 18. September 2022 zum ersten Mal in der großartigen Location, der Orangerie Schönbrunn stattfindet.“

Lassen Sie hier die ART&ANTIQUE noch einmal Revue passieren.

Pressetext ART&ANTIQUE Residenz Salzburg Sommer 2022

ART&ANTIQUE Residenz Salzburg im DomQuartier

13. – 21. August 2022

Hätte Aidas Liebster, Radames, unter einem so prächtigen ägyptischen Sarkophagdeckel, wie auf der ART&ANTIQUE in der Residenz angeboten, die letzte Ruhe gefunden, wäre er nicht wegen Hochverrats eingemauert worden?
Träumt das halbnackte Mädchen, das von Edward Cucuel zauberhaft gemalt im Carabinierisaal lockt, von der großen Liebe, die Donizettis Lucia di Lammermoor im Festspielhaus in den Wahnsinn treibt?
Geht das coole, elegante Damentrio auf der Aquatinta von US-Star Alex Katz in „Il Trittico“, Puccinis famose drei Einakter, die für höchste Gefühlswallungen sorgen? Hätte sich Papageno getraut, das putzige Küken, das 1961 in Murano aus orangenem Glas geschlüpft ist, für die Königin der Nacht zu fangen? Fragen über Fragen, die zeigen, wie perfekt die ART&ANTIQUE in die Festspielzeit passt!
So wie auch in diesem Sommer, in dem die Messe für Kunst, Antiquitäten und Design in der Residenz zum zweiten Mal nicht nur im klimatisierten Zelt im Hof, sondern auch im prachtvollen Carabinierisaal, zur festspielreifen Parade einiger der besten Kunsthändler aus Österreich, Deutschland, Belgien und den Niederlanden bittet.

Landschaften für die Seele

Der Sommer lockt ins Freie. Natürlich auch die Künstler. Den Niederschlag sieht man dann in ihren Werken. Naturgemäß finden sich in der Residenz Blicke und Ansichten von Orten, die man auch heute noch (er)kennt, bis zu grandios fantastischen Landschaften und Naturen, die es so nie gegeben hat.

Kunsthandel Giese & Schweiger

Vom rechten Flussufer hat man auch 2022 eine fast gleich grandiose Aussicht auf die barocke (Kirchen)Kulisse, wie sie Johann Fischbach in seiner „Straße an der Salzach mit Blick auf Salzburg“ 1849 in Öl auf Papier auf Leinwand, 15,5 x 19,5 cm, verewigt hat. Mächtig steht in der Ferne Fischer von Erlachs Kollegienkirche mit ihren Türmen und der laternenbekrönten Kuppel, dahinter das steile Dach des romanischen Langhauses der Franziskanerkirche, links davon majestätisch der Dom. Fischbach lebte von 1840 bis 1860 in Salzburg, war Mitbegründer des Salzburger Kunstvereins. Er malte wunderbare Veduten von Stadt und Umgebung, wie auch der idyllische „Blick auf den Traunsee mit Schloss Orth" vorführt, ebenfalls bei der ART&ANTIQUE zu sehen.

Runge Kunsthandel

Eine Salzkammergut-Landschaft nur aus Natur malte Hans Frank 1933: „Der Blick auf den Mondsee“ heißt das 50 x 66 cm große Ölbild, das Kunsthandel Runge anbietet. In der ungemein atmosphärischen Darstellung scheint die Sonne gerade gegen einen Sommerregen zu kämpfen. Frank wurde 1884 in Wien geboren, studierte zuerst an der Kunstgewerbeschule, danach an der Akademie der bildenden Künste. Er reiste viel durch Europa, wurde 1921 Mitglied des Künstlerhauses. Porträts und Landschaften bestimmen sein Oeuvre. Hans Frank lebte einige Jahre in Tirol, zog 1925 zurück nach Wien, verbrachte aber seine letzten Jahre im Lungau, bis er 1948 in Salzburg starb.

Kunsthandel Freller

„Schon seit meinen ersten Landschaften habe ich immer wieder weite Ausblicke von erhöhten Standpunkten auf Städte, Flüsse, Straßen, auf Meeresbuchten, Bergketten gemalt, auf weitläufige Landstücke, in denen man ,mit den Augen‘ spazieren gehen kann...“, meinte Franz Sedlacek. Das Beweisstück dafür bringt Kunsthandel Freller mit „Landschaft mit Jäger“, Öl auf Holz, 66 x 54 cm, aus dem Jahr 1926, nach Salzburg mit. Sedlacek überhöht die Malerei des 16. Jahrhunderts zu etwas hochoriginell Neuem: Jäger und Hund streifen mit elongierten Gliedmaßen als Figuren zwischen Manierismus und Comic durch einen Wald, wie ihn die Donauschule schon kannte. Der Hintergrund weitet sich in kühlem Blau zur Weltlandschaft, während die Stadt am Gebirgsfuß mit ihren Kuppeln und Türmen beinahe an Salzburg denken lässt.

Schütz Art Society

Nochmals Franz Sedlacek, nochmals Natur. Denn nicht nur die große weite Landschaft, auch die nähere Welt der Pflanzen und ihre Bewohner haben Sedlacek fasziniert und zu formal ganz eigenwilligen Kompositionen angeregt. Ein Bespiel dafür präsentiert Schütz Art Society mit „Blüten und Insekten“, Öl auf Holz, 39,5 x 35 cm, von 1935. Knorrige Reben mit seltsam geweihartigen Blüten und roten Beeren, auf denen gruselig grüne Fantasieinsekten krabbeln, sind darauf zu sehen. Größen des Skurrilen, wie Bosch und Arcimboldo, schwingen da fröhlich mit. Es ist ein nächstes Paradestück von Sedlacek, der unter dem Etikett „Neue Sachlichkeit“ ein Meister ihrer Spielarten „Magischer Realismus“ und „Fantastischer Surrealismus“ ist. Es muss auch nicht immer streng nach der Natur sein!

Tänzerinnen und andere Figuren

Klassisch schön, stilistisch gespeist aus Jahrtausende alter Tradition und zeitloser Moderne, bezaubernd wie nach einer durchtanzten Sommernacht, aufreizend, wie einstens schon Josephine Baker in Paris und hilfsbereit, wie einer der bekanntesten Schutzheiligen in unseren Breiten – die Skulptur zeigt auf der ART&ANTIQUE, dass alles möglich ist!

Galerie bei der Albertina ▪ Zetter

„Das Werk von Joannis Avramidis macht die drei Jahrtausende alte Tradition europäischer Bildhauerkunst als eine kraftvolle Gegenwart erfahrbar … Eine geistige Verwandtschaft verbindet Avramidis nicht nur mit der griechischen Bildhauerei, sondern auch mit Künstlern der frühen Renaissance, mit Paolo Uccello oder Piero della Francesca, und ebenso mit einigen Künstlern des vergangenen Jahrhunderts, Constantin Brancusi, Wilhelm Lehmbruck und Oskar Schlemmer.“, so brachte der Kunsthistoriker Gustav Schörghofer die zeitlose, universelle Kraft der Kunst von Joannis Avramidis auf den Punkt. Kommenden September wäre er 100 Jahre alt geworden. Die Galerie bei der Albertina ▪ Zetter erinnert in Salzburg mit „Mittlere Zweifigurengruppe“, 1964, Auflageabguss in Bronze, Auflage 6, an diesen großen Bildhauer.

Kunsthaus Wiesinger

Robert Metzkes hat sich ganz der dreidimensionalen, poesievoll naturalistischen Darstellung des Menschen verschrieben. Dabei sind es ganz besonders junge Mädchen- und Frauenfiguren, denen er, in Ton gearbeitet und in Bronze gegossen, Gestalt verleiht: „Beim Arbeiten ohne Modell ringt man darum, dem Wesen, das da aus Ton entsteht, da man ihm ja keine wirkliche Individualität aus dem Leben entleihen kann, Wahrscheinlichkeit zu verleihen“, sagt er. Kunsthaus Wiesinger lässt diese Wahrscheinlichkeit mit der 175 cm großen Bronzearbeit „Stehende im Großen Kleid“ ziemlich real und zauberhaft greifbar werden.

Lilly’s Art

Elegant und aufreizend, wie eine Tänzerin aus dem berühmten Pariser Revuetheater hat die Skulptur mit dem Titel „Folie Bergère“ von Oskar Höfinger ihren Auftritt bei Lilly’s Art. Der Entwurf von 1960, in Bronze gegossen und vernickelt, ist mit 163 cm lebensgroß. Ihre kubistisch, abstrahierende Formgebung harmoniert dabei bestens mit dem berühmten, ursprünglich als Theater für Oper und Operette eröffneten und später im Art Deco-Stil umgestalteten, Unterhaltungsetablissement in Paris. Oskar Höfinger, Kokoschka-Schüler, 1935 in Niederösterreich geboren, ist erst im März in Wien gestorben. Tanzende waren ein immer wiederkehrendes Thema in seinem Oeuvre, das ebenso sakrale Werke kennt.

Schauer

Ein Heiliger, den man in Österreich nicht vorstellen muss, ist Florian. Florian wurde schon als Kind getauft und christlich erzogen und machte Karriere als Offizier im römischen Heer. Stationiert war er in Lauriacum, dem heutigen Lorch bei Enns, wo er die Kanzlei des römischen Statthalters in Oberösterreich leitete, bis 40 Gläubige verhaftet und in den Kerker geworfen wurden. Florian versuchte seine Glaubensgeschwister zu befreien und wurde selbst verhaftet. Es folgte grausamste Folter, schließlich warf man ihn mit einem Mühlstein um den Hals in die Enns. Heute gilt er als Schutzheiliger gegen Feuergefahr, weshalb er auch als prächtige Sandsteinskulptur aus dem 18. Jahrhundert, die Schauer nach Salzburg mitbringt, ein brennendes Haus löscht.

Europas Himmelsgeigen

Wenn die Engel in Salzburg aufgeigen, dann ist Festspielzeit. Dann steht auch die schöne Weiblichkeit im Zentrum, einmal mit goldenen Violinen geschmückt, dann mit Vintage-Armbändern italienischer Provenienz. Bleibt zu hoffen, dass die Wirkung nicht zu verführerisch ist.

Pintar Schmuck & Silber des 20. Jahrhunderts

„Und weil ihr so gerne an diesem Reigen tanzt, dunkt euch der Himmel hänge voll Geigen“, hat schon Martin Luther gemeint. Immerhin sind es die Engel, die im Himmel auf den Geigen spielen. In den Orchestergräben und auf den Podien der Festspielstadt spielt man auch meist himmelsgleich. Dann funkelt es in den Ohren fast so bezaubernd, wie die goldene Brosche in Violin-Form in den Augen, geziert mit Brillanten und Saphiren im Carréschliff, eine Arbeit der 90er Jahre, die sich eine Festspielbesucherin bei Pintar Schmuck & Silber des 20. Jahrhunderts auf die Festspielrobe heften kann.

The Old Treasury

Wenn es die Festspielbesucherin besonders mondän möchte, kann sie sich auch mit einem Armband, aus Italien um 1970, aus Gold schmücken. Es ist mit „Gucci“ signiert und am Stand von The Old Treasury zu haben. Gucci gehört heute längst zu einem großen Luxusgüterkonzern. Gegründet wurde es 1921 vom Sattlermeister Guccio Gucci als Reisewaren-Geschäft in Florenz. Nach seinem Tod in den 1950ern ging es steil bergauf. Sohn Aldo eröffnete das erste Geschäft in den Vereinigten Staaten, das italienische Luxuswaren verkaufte. Ein kluger Schachzug, denn bald trugen Stars wie Grace Kelly, Rita Hayworth und Jackie Onassis die schönen Luxusdinge von Gucci.

Kunsthandel Markus Strassner

Schöne Frauen sind immer in Gefahr. Das zeigt schon die Mythologie, etwa anhand des Schicksals der Europa: Sie war die Tochter des phönizischen Königs Agenor und der Telephassa. Zeus verliebte sich
in sie. Nachdem aber seine Gattin Hera bekannt eifersüchtig war, verwandelte er sich in einen Stier, entführte die am Strand von Sidon spielende Europa auf seinem Rücken und schwamm mit ihr nach Kreta. Dort erst zeigte er sich in seiner Mannesgestalt und zeugte mit Europa drei Kinder: Minos, Rhadamanthys und Sarpedon. Auf der ART&ANTIQUE wird die wilde Historie in herrlicher Elfenbein-Schnitzerei erzählt, auf einer großen Prunkplatte aus Deutschland um 1860/80, die im Angebot von Markus Strassner nicht zu übersehen ist.

Walter Moskat Kunst und Antiquitäten

Bei so viel Gefahr für die schöne Weiblichkeit wünscht man sich Schutz, um unbehelligt durch das Festspielgeschehen zu kommen. Walter Moskat Kunst und Antiquitäten hat dafür vielleicht die passende Ausstattung. Auf seiner Dosenuhr hält nämlich ein kleiner Soldat Wache, hat in seiner Rechten eine wehende Standarte und in seiner Linken eine Lanze. In jedem Fall weiß der Mann auf diesem Kleinod der frühen Uhrmacherkunst aus Deutschland, das 1592 aus vergoldetem Kupfer gefertigt wurde, genau, welche Festspielzeit es geschlagen hat.

Fremde Wesen

Opernkomponisten in Sarkophagen, erleuchtete Mönche im Nirwana, Maria als Freude der ganzen Schöpfung und ein Prada-Girl mit Renaissance-Kopf, das zum Spielball gesellschaftlicher Klischees wird. Man sieht, Kunst hat was zu erzählen.

Christoph Bacher Archäologie Ancient Art

Im 19. Jahrhundert weckten die Entdeckungen der Ägyptologen die Faszination für das Land am Nil und seine Schätze. Ab 1863 wurde Ägypten als Teil des Osmanischen Reiches vom Khediven Ismail Pascha regiert, der aus Kairo ein „Paris des Ostens“ machen wollte. Er baute ein Opernhaus, das 1869 zugleich mit dem Suezkanal feierlich eröffnet wurde. Verdi-Fan Ismail Pascha ließ „Rigoletto“ spielen, weil ihm sein Idol kein neues Werk liefern wollte. Doch für die entsprechende Gage fand dann doch 1871 in Kairo die Uraufführung von „Aida“ statt. Bis heute ein Hit von Verdi, der davor gewitzelt hatte, wohl mumifiziert zu werden, falls er in Kairo eine Oper einstudieren müsste. Während die Festspiele „Aida“ spielen, steht bei Christoph Bacher Archäologie Ancient Art der hölzerne Sarkophagdeckel des göttlichen Vaters Wennefer aus der Spätzeit, der 26. Dynastie, 664-525 v. Chr., zum Kauf.

Brenske Gallery

Andere Gegend, andere Religion. Aus dem Russland des 15. Jahrhunderts stammt die Ikone „Gottesmutter Über Dich freut sich die ganze Schöpfung“ (Brenske Gallery). Sie ist in Eitempera auf Holz gemalt und zeigt im oberen Bereich die auf einem Thron sitzende Gottesmutter mit dem segnenden Christusknaben in ihrem Schoß, umringt von einem Chor von Erzengeln. Im Hintergrund erscheint eine Kathedralarchitektur mit Zwiebeltürmen. Im unteren Bereich stehen in zwei Reihen Heilige, darunter Johannes der Täufer, Elias, Mose, David, Kirchenväter und Asketen. Der Hymnus aus der Basilius-Liturgie feiert Maria als Freude der ganzen Schöpfung und preist sie als geheiligten Tempel und geistiges Paradies.

ARTBLUE

Auf ins Nirwana! Vielleicht hilft die hölzerne Statue eines sitzenden Lohan aus dem 17. Jahrhundert dabei. ARTBLUE präsentiert sie in der Residenz. Dazu muss man wissen: Ein Lohan ist ein Mensch, der die Erleuchtung erlangt hat und ein wahrer Anhänger des Buddha ist. Seinen Anfang fand der Buddhismus in einer Gruppe von Mönchen, die sich auf der Suche nach spiritueller Erleuchtung von der Welt zurückgezogen hatten. Nur durch das klösterliche Leben konnte die Erleuchtung erlangt und das Nirwana erreicht werden. In dieser Form des Buddhismus war der Lohan das Wesen, das diese Erleuchtung erlangt hatte und an der Schwelle zum Nirwana stand.

L.art Galerie

Auch Mode ist manchen eine Religion. Dorothee Golz hinterfragt die dabei ungebrochen zum Tragen kommenden Geschlechterbilder. So auch in ihrem „Prada-Girl“, 2013, C-print, 80 x 60 cm, bei L.art Galerie ausgestellt, in dem sie auf einen heutigen Modelkörper das Gesicht und die Kopfbedeckung aus einem 1465 von Petrus Christus gemalten Bildnis einer jungen Dame montiert: „Es ist keinesfalls mein persönlicher Blick, der dabei zum Ausdruck kommt. Vielmehr spiele ich mit den Clichés, die ésunsere Gesellschaft auf Frauen projiziert. Es sind Frauen, wie sie Männer gerne sehen und wie Frauen gerne wären in unserer heutigen Zeit. Dabei wird klar, dass uns heute ein viel größeres Spektrum an möglichen Frauenleben zur Verfügung steht als vor 500 Jahren. Wir können uns selbst entwerfen. Reagieren aber auch stets auf die Vorstellung unserer Gesellschaft“, schreibt Dorothee Golz darüber.

Wald, Wiesen, Pusteblumen

Raus in die Natur, egal, ob man sich von Wald- und Wiesen-Bildern einfangen lassen, oder am Angelhaken von Juan Miró hängen möchte. Ein Feld voll flauschig weißem Löwenzahn fasziniert auf der ART&ANTIQUE in der Salzburger Residenz genauso wie das Obst aus dem Kärntner Garten.

Smolka Contemporary

„Ferdinand Melichar sieht mehr und fühlt mehr als das Eine oder das Andere. In seiner Kunst sind das Furchtbarste und das Schönste ganz nah nebeneinander, nur ein paar Flügelschläge von einander entfernt. Ich denke, dies ist die einfachste und so schwer auszuhaltende Wahrheit: Unser Leben ist so schön und so scheußlich in einem, weil wir so schön und so scheußlich in einem sind. Der Maler Ferdinand Melichar malt Wahres, nicht Neues oder Altes, nicht Hässliches oder Schönes.“ Vor seinem Ölgemälde „Wald und Wiese I“ von 2022, das Smolka Contemporary in Salzburg zeigt, kann man sich diese Sätze vom Dichter Peter Turrini durch den Kopf gehen lassen. Man wird bemerken: alles andere als Wald- und Wiesen-Malerei!

Galerie Sylvia Kovacek

Emilie Mediz-Pelikan (Vöcklabruck 1861 bis 1908 Dresden) lebte und studierte in Wien, Salzburg, München, Belgien und Paris. Ab 1894 lebte sie mit ihrem Mann Karl Mediz hauptsächlich in Dresden, wo sie 1908 plötzlich verstarb. Die Landschaft war ihr ein bevorzugtes Motiv. Um 1900 gelang dem Künstlerpaar der Durchbruch, später gerieten sie wieder in Vergessenheit. Emilies Darstellung von „Löwenzahn im Dresdner Land“ von 1895, den Galerie Sylvia Kovacek Wien in der Residenz blühen lässt, zeigt sich als eine stimmungsvolle Landschaftskomposition, die den Impressionismus voraussetzt und den Symbolismus anklingen lässt. Eine Gruppe von Silberpappeln oder Birken stehen in einer weitläufigen Wiese, die einem Teppich aus Löwenzahn gleicht.

Galerie Magnet

Anton Kolig, der an der Stuttgarter Kunstakademie lehrte, war schuld, dass, der 1902 in Neuhausen bei Stuttgart geborene, Anton Mahringer bereits in den 1920er Jahren mehrmals nach Kärnten kam. Ab 1931 ließ er sich dann ganz im Gailtal nieder, wobei er auch immer wieder für Mal- und Studienaufenthalte in andere Länder reiste. Mahringer zählt zu den besten Landschaftsmalern der Klassischen Moderne in Österreich, und fand mit zunehmender Reife auch immer mehr Anschluss an zeitgenössische Strömungen. Seine farbenfrohen und fast kubistisch strukturierten Gemälde und Aquarelle mit Motiven aus Kärnten und der Dolomitenregion zeugen beeindruckend davon, so wie auch sein „Obstgarten mit St. Georgener Kirche im Winter“, 1951, den Spezialist Galerie Magnet in Salzburg zeigt.

Galerie Française Gérard Schneider

In ganz eigene Welten entführt die Kunst des Joan Miró, die ihren Platz in Salzburg traditionell beim auf die internationale Klassische Moderne spezialisierten Gérard Schneider und seiner Galerie Française hat. Mirós populäre Arbeit „Prise a l’hameçon“ ist eine handsignierte Radierung und Aquatinta aus dem Jahr 1969. Übersetzt heißt der Titel „Mit dem Haken gefangen“. Und viele Kunstliebhaber nimmt die Kunst Mirós genauso gefangen. Im Jahr bevor er seinen Angelhaken auswarf, 1968, hatte man in der von Mirós Leibarchitekten Josep Lluís Sert entworfenen Fondation Maeght in Saint-Paul-de-Vence seinen 75er groß mit einer Ausstellung gefeiert. An einem Ort, der auch heute noch mit seiner Symbiose aus Natur und Kunst jeden gefangen nimmt!

AUSSTELLER SOMMER 2022
ART BLUE
BRENSKE GALLERY
CHRISTOPH BACHER ARCHÄOLOGIE ANCIENT ART
GALERIE BEI DER ALBERTINA ▪ ZETTER, WIEN
GALERIE FRANÇAISE GÉRARD SCHNEIDER
GALERIE MAGNET
GALERIE SYLVIA KOVACEK
KUNSTHANDEL FRELLER
KUNSTHANDEL GIESE & SCHWEIGER
KUNSTHANDEL MARKUS STRASSNER
KUNSTHAUS WIESINGER
L.ART GALERIE
LILLY'S ART
PINTAR SCHMUCK UND SILBER DES 20. JAHRHUNDERTS
RUNGE KUNSTHANDEL
SCHAUER
SCHÜTZ ART SOCIETY
SMOLKA CONTEMPORARY
THE OLD TREASURY
WALTER MOSKAT KUNST & ANTIQUITÄTEN

DATEN UND FAKTEN
ART&ANTIQUE Residenz Salzburg
13. - 21. August 2022
täglich 11-19 Uhr
artantique-residenz.at │ instagram.com/artundantique │ facebook.com/artantique.artfairs
Eintritt frei

PARTNER
DOMQUARTIER SALZBURG
SCHLUMBERGER
RAIFFEISEN SALZBURG PRIVATE BANKING

Landschaften für die Seele

Der Sommer lockt ins Freie. Natürlich auch die Künstler. Den Niederschlag sieht man dann in ihren Werken. Naturgemäß finden sich in der Residenz Blicke und Ansichten, von Orten, die man auch heute noch (er)kennt, bis zu grandios fantastischen Landschaften und Naturen, die es so nie gegeben hat.

Heute stellen wir diese Werke vor:

Kunsthandel Giese & Schweiger

Vom rechten Flussufer hat man auch 2022 eine fast gleich grandiose Aussicht auf die barocke (Kirchen)Kulisse, wie sie Johann Fischbach in seiner „Straße an der Salzach mit Blick auf Salzburg“ 1849 in Öl auf Papier auf Leinwand, 15,5 x 19,5, cm verewigt hat. Mächtig steht in der Ferne Fischer von Erlachs Kollegienkirche mit ihren Türmen und der laternenbekrönten Kuppel, dahinter das steile Dach des romanischen Langhauses der Franziskanerkirche, links davon majestätisch der Dom. Fischbach lebte von 1840 bis 1860 in Salzburg, war Mitbegründer des Salzburger Kunstvereins. Er malte wunderbare Veduten von Stadt und Umgebung, wie auch der idyllische "Blick auf den Traunsee mit Schloss Orth" vorführt, ebenfalls bei der ART&ANTIQUE zu sehen.

Kunsthandel Runge

Eine Salzkammergut-Landschaft nur aus Natur malte Hans Frank 1933: „Der Blick auf den Mondsee“ heißt das 50 x 66 cm große Ölbild, das Kunsthandel Runge anbietet. In der ungemein atmosphärischen Darstellung scheint die Sonne gerade gegen einen Sommerregen zu kämpfen. Frank wurde 1884 in Wien geboren, studierte zuerst an der Kunstgewerbeschule, danach an der Akademie der bildenden Künste. Er reiste viel durch Europa, wurde 1921 Mitglied des Künstlerhauses. Porträts und Landschaften bestimmen sein Oeuvre. Hans Frank lebte einige Jahre in Tirol, zog 1925 zurück nach Wien, verbrachte aber seine letzten Jahre im Lungau, bis er 1948 in Salzburg starb.

Kunsthandel Freller

„Schon seit meinen ersten Landschaften habe ich immer wieder weite Ausblicke von erhöhten Standpunkten auf Städte, Flüsse, Straßen, auf Meeresbuchten, Bergketten gemalt, auf weitläufige Landstücke, in denen man ,mit den Augen‘ spazieren gehen kann...“, meinte Franz Sedlacek. Das Beweisstück dafür bringt Kunsthandel Freller mit „Landschaft mit Jäger“, Öl auf Holz, 66 x 54 cm, aus dem Jahr 1926, nach Salzburg mit. Sedlacek überhöht die Malerei des 16. Jahrhunderts zu etwas hochoriginell Neuem: Jäger und Hund streifen mit elongierten Gliedmaßen als Figuren zwischen Manierismus und Comic durch einen Wald, wie ihn die Donauschule schon kannte. Der Hintergrund weitet sich in kühlem Blau zur Weltlandschaft, während die Stadt am Gebirgsfuß mit ihren Kuppeln und Türmen beinahe an Salzburg denken lässt.

Schütz Art Society

Nochmals Franz Sedlacek, nochmals Natur. Denn nicht nur die große weite Landschaft, auch die nähere Welt der Pflanzen und ihre Bewohner haben Sedlacek fasziniert und zu formal ganz eigenwilligen Kompositionen angeregt. Ein Bespiel dafür präsentiert Schütz Art Society mit „Blüten und Insekten“, Öl auf Holz, 39,5 x 35 cm, von 1935. Knorrige Reben mit seltsam geweihartigen Blüten und roten Beeren, auf denen gruselig grüne Fantasieinsekten krabbeln, sind darauf zu sehen. Größen des Skurrilen, wie Bosch und Arcimboldo, schwingen da fröhlich mit. Es ist ein nächstes Paradestück von Sedlacek, der unter dem Etikett „Neue Sachlichkeit“ ein Meister ihrer Spielarten „Magischer Realismus“ und „Fantastischer Surrealismus“ ist. Es muss auch nicht immer streng nach der Natur sein!

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