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Presse

Landschaften für die Seele

Der Sommer lockt ins Freie. Natürlich auch die Künstler. Den Niederschlag sieht man dann in ihren Werken. Naturgemäß finden sich in der Residenz Blicke und Ansichten, von Orten, die man auch heute noch (er)kennt, bis zu grandios fantastischen Landschaften und Naturen, die es so nie gegeben hat.

Heute stellen wir diese Werke vor:

Kunsthandel Giese & Schweiger

Vom rechten Flussufer hat man auch 2022 eine fast gleich grandiose Aussicht auf die barocke (Kirchen)Kulisse, wie sie Johann Fischbach in seiner „Straße an der Salzach mit Blick auf Salzburg“ 1849 in Öl auf Papier auf Leinwand, 15,5 x 19,5, cm verewigt hat. Mächtig steht in der Ferne Fischer von Erlachs Kollegienkirche mit ihren Türmen und der laternenbekrönten Kuppel, dahinter das steile Dach des romanischen Langhauses der Franziskanerkirche, links davon majestätisch der Dom. Fischbach lebte von 1840 bis 1860 in Salzburg, war Mitbegründer des Salzburger Kunstvereins. Er malte wunderbare Veduten von Stadt und Umgebung, wie auch der idyllische "Blick auf den Traunsee mit Schloss Orth" vorführt, ebenfalls bei der ART&ANTIQUE zu sehen.

Kunsthandel Runge

Eine Salzkammergut-Landschaft nur aus Natur malte Hans Frank 1933: „Der Blick auf den Mondsee“ heißt das 50 x 66 cm große Ölbild, das Kunsthandel Runge anbietet. In der ungemein atmosphärischen Darstellung scheint die Sonne gerade gegen einen Sommerregen zu kämpfen. Frank wurde 1884 in Wien geboren, studierte zuerst an der Kunstgewerbeschule, danach an der Akademie der bildenden Künste. Er reiste viel durch Europa, wurde 1921 Mitglied des Künstlerhauses. Porträts und Landschaften bestimmen sein Oeuvre. Hans Frank lebte einige Jahre in Tirol, zog 1925 zurück nach Wien, verbrachte aber seine letzten Jahre im Lungau, bis er 1948 in Salzburg starb.

Kunsthandel Freller

„Schon seit meinen ersten Landschaften habe ich immer wieder weite Ausblicke von erhöhten Standpunkten auf Städte, Flüsse, Straßen, auf Meeresbuchten, Bergketten gemalt, auf weitläufige Landstücke, in denen man ,mit den Augen‘ spazieren gehen kann...“, meinte Franz Sedlacek. Das Beweisstück dafür bringt Kunsthandel Freller mit „Landschaft mit Jäger“, Öl auf Holz, 66 x 54 cm, aus dem Jahr 1926, nach Salzburg mit. Sedlacek überhöht die Malerei des 16. Jahrhunderts zu etwas hochoriginell Neuem: Jäger und Hund streifen mit elongierten Gliedmaßen als Figuren zwischen Manierismus und Comic durch einen Wald, wie ihn die Donauschule schon kannte. Der Hintergrund weitet sich in kühlem Blau zur Weltlandschaft, während die Stadt am Gebirgsfuß mit ihren Kuppeln und Türmen beinahe an Salzburg denken lässt.

Schütz Art Society

Nochmals Franz Sedlacek, nochmals Natur. Denn nicht nur die große weite Landschaft, auch die nähere Welt der Pflanzen und ihre Bewohner haben Sedlacek fasziniert und zu formal ganz eigenwilligen Kompositionen angeregt. Ein Bespiel dafür präsentiert Schütz Art Society mit „Blüten und Insekten“, Öl auf Holz, 39,5 x 35 cm, von 1935. Knorrige Reben mit seltsam geweihartigen Blüten und roten Beeren, auf denen gruselig grüne Fantasieinsekten krabbeln, sind darauf zu sehen. Größen des Skurrilen, wie Bosch und Arcimboldo, schwingen da fröhlich mit. Es ist ein nächstes Paradestück von Sedlacek, der unter dem Etikett „Neue Sachlichkeit“ ein Meister ihrer Spielarten „Magischer Realismus“ und „Fantastischer Surrealismus“ ist. Es muss auch nicht immer streng nach der Natur sein!

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